Krankenkassenwechsel, aber wohin?


 
Krankenkassenwechsel, aber wohin?
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schumi-lbg



Anmeldungsdatum: 25.02.2012
Beiträge: 2

Verfasst am: Di Okt 08, 2013 3:08 pm    Titel: Krankenkassenwechsel, aber wohin?

Hallo Forengemeinde,
Ich bin drauf und dran für meine Betreuungsperson die Krankenkasse zu wechseln.
Das Problem: Meine Betreuungsperson hatte vor etwa 7 Jahren eine Hirnblutung in deren Folge sie heute pflegebedürftig ist und auch auf sehr viel Therapie angewiesen ist. Sie hatte bis jetzt VIER Rehas und jede Woche Therapie (teil KK- und teils privat finanziert). Sie wurde mittlerweile natürlich berentet und kostet die KK natürlich nur.
Momentan ist sie bei der DAK versichert und diese KK macht mir als Betreuer das Leben schwer indem sie mir JEDEN ANTRAG ersteinmal ablehnt. Bei Nachfrage warum dies so ist werden gesetze vorgeschoben die so garnicht existieren. So wird mir beispielsweise gesgt die Fahrtkosten könnten nur bis zum nächstmöglichen Behandler erstattet werden und nicht bis zur Spezialklinik. Bei der Lektüre des SGB V konnte ich allerding DIESE Behauptung nirgendwo finden. ICH lasse mir soetwas nicht gefallen, tausende andere Mitglieder aber wahrscheinlich schon weil man ja davon ausgehen sollte dass einen seine KK nicht mutwillig belügt. Die Mitarbeiter verwechseln dort Dienstanweisungen offensichtlich allzugerne mit Gesetzen. Es ist wohl richtig dass auf dem Antrag ein Ankreuzfeld existiert wo der Bbehandelnde Arzt ankreuzen soll es handele sich um "die nächsterreichbare und geeignete Behandlungsstätte", jedoch ist nirgendwo erwähnt auf welchem Gesetz die gängige Praxis beruht die Kosten nur bis zur "nächstelegenen und geeigneten Behandlungsstätte" zu erstatten.
Man könnte wirklich annehmen (besser gesagt ich bin der Überzeugung) dass es bei DIESER Kasse, die sich großsspurig "Unternehmen Leben" nennt (oder genannt hat) nur um den Profit geht und nicht um den einzelnen Patienten (Kunden/Mitglied). Der Verwaltungsaperat muß finanziert werden und das eben auf Kosten der Patienten (Kunden/Mitglied). Leider allzuoft auf Kosten der schwächsten (Rentner, Behinderte) da sich diese ja nicht wehren oder aber den Wechsel der KK scheuen.

ICH scheue den Wechsel NICHT, frage mich aber ob ich nicht den gleichen Hick hack auch mit jeder anderen KK habe. Ich meine, das Problem ist ja nun einmal dass wir alle nur jeweils bei EINER Krankenkasse versichert sind und die wenigsten einmal zwischenzeitlich gewechselt haben. Ich habe bis jetzt zwei potentielle Wechselaspiranten ausgemacht und frage Euch heute "würdet ihr mir einen davon empfehlen oder auch abraten, bzw. ggf. zu einer anderen raten"
Die beiden Krankenkassen zu denen ich evtl für sie wechseln würde sind die TK bzw. die Barmer.

Ich würde mich freuen wenn mir in dieser Sache einen Tipp geben bzw. weiterhelfen könnte.
Danke vorab
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Czauderna



Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 7490

Verfasst am: Di Okt 08, 2013 3:55 pm    Titel:

Hallo,
aus wahrscheinlich nachvollziehbaren Gründen bin ich in diesem Falle befangen - was ich aber gefunden habe und zur Aufklärung beitragen kann ist folgendes :

"Zu § 60 SGB V Tit. 1 RdSchr. 88c – Allgemeines


(1) Fahrkosten gehören als unselbständige Nebenleistung zu den von der Krankenkasse nach den Vorschriften des 3. bis [jetzt] 5. Abschnitts des 3. Kapitels des SGB V sowie nach den § § 195 bis 200 b RVO (§ § 22 bis 31 KVLG) zu gewährenden Leistungen und können daher nur übernommen werden, wenn sie im Zusammenhang mit einer dieser Leistungen notwendig werden. Als notwendig in diesem Sinne sind grds. nur die Fahrkosten bis zu den nächsterreichbaren geeigneten Behandlungsstätten (z. B. zu dem in der ärztlichen Einweisung genannten Krankenhaus, vgl. § 39 SGB V) anzusehen. Nimmt der Versicherte ohne zwingenden Grund eine andere Behandlungsstätte in Anspruch, können ihm die Mehrkosten ganz oder teilweise auferlegt werden."

Das bedeutet, wenn einweisender Arzt bestätigt dass es sich um die nächstgelegene Behandlungsmöglichkeit handelt, dann werden auch die Fahrkosten entsprechend übernommen.

Was den Rest angeht, überlasse ich gerne die Kommentierung den anderen Experten.
Gruss
Czauderna
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derKVProfi



Anmeldungsdatum: 10.04.2013
Beiträge: 1225

Verfasst am: Di Okt 08, 2013 5:18 pm    Titel:

Das spannende ist, dass Menschen wirklich glauben, dass andere Kassen es anderes beurteilen! Da gibt es Vorgaben durch das SGB V - der § in dem es steht, was Du angezweifelt hast, ist ja genannt - und den G-BA!

Die Leistungend er Kasse sind zu 99% identisch und das eine Prozent ist entweder nicht wirklich relevant oder nicht von existenzieller Bedeutung oder sdogar sehr relevant, wie Management. Und im letzten Punkt sehe ich die DAK ganz weit vorne!

Ich denke,d ass man vielleicht mit der Kasse einmal persönlich sprechen sollte, was bei der DAK auch möglich ist! Man sollte hier ein Versorgungsmanagement für eine schwer kranke Person ins Gespräch bringen! Das muss man (leider) selbst aktiv anfassen, weil die kassen sowas zum Beispiel gar nicht wirklich dürfen. M.E. müsste es Zwang sein!
_________________
Thorulf Müller
derKVProfi / Journalist
VersSulting / Versicherungsberatung Impressum
th.mueller@derKVProfi.de
Kassel/London/Vilnius
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Poet



Anmeldungsdatum: 07.11.2012
Beiträge: 2435

Verfasst am: Di Okt 08, 2013 7:33 pm    Titel:

@schumi: Realistisch - > Denselben HickHack hast Du ganz sicher bei jeder anderen Kasse, denn alle Kassen müssen sich an Gesetze halten. Wenn Du wechseln möchtest, dann lass Dir vor dem Wechsel schriftlich geben was Dir so wichtig ist an Kostenübernahmen.

Empfehlungen gegen oder für eine ganz bestimmte Kasse wirst Du hier im Forum von den Dauer-Postern eher nicht bekommen.
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roemer70



Anmeldungsdatum: 23.06.2010
Beiträge: 1446

Verfasst am: Di Okt 08, 2013 11:40 pm    Titel:

Poet hat folgendes geschrieben::
Wenn Du wechseln möchtest, dann lass Dir vor dem Wechsel schriftlich geben was Dir so wichtig ist an Kostenübernahmen.

Da werde ich neugierig, Poet:
Hast Du so etwas schonmal vor einem Kassenwechsel erstellt oder erstellen lassen? Gerne auch per PN, wenn es hier zu off-topic ist.
_________________
Meine Äußerungen stellen keine Rechtsberatung dar. Im Zweifelsfall rate ich grundsätzlich zur Einbeziehung eines Rechtsbeistandes außerhalb des Forums - oder zu einem offenen klärenden Gespräch mit den beteiligten Parteien.
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Poet



Anmeldungsdatum: 07.11.2012
Beiträge: 2435

Verfasst am: Mi Okt 09, 2013 9:08 pm    Titel:

@roemer: Nein, ich persönlich habe das noch nicht machen müssen anlässlich eines Kassenwechsels Very Happy aber ich mache dies z.B. beim Abschluss von Versicherungen oder Kaufverträgen. Es gibt auch von einigen Kassen-MA so vorgefertigte Halte-Schreiben, in dem der Kunde sich von der neuen Kasse bestätigen lassen kann, dass die ggf. mündlich gemachten Zusagen auch schriftlich bestätigt werden. Du weißt ja, im Wettbewerb um Kunden wird von manchen Werbern ja auch schnell mal was dahingesagt, teils aus Unkenntnis, teils aus Berechnung.
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roemer70



Anmeldungsdatum: 23.06.2010
Beiträge: 1446

Verfasst am: Mi Okt 09, 2013 11:15 pm    Titel:

Vielleicht wird ja auch eine mündliche Zusage gegeben, die so schriftlich einfach nicht gemacht werden kann... Man denke an Aufsichtsbehörden und Wettbewerbszentrale.
Genau darauf wollte ich hinaus.
_________________
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Krankenkassenfee



Anmeldungsdatum: 18.09.2006
Beiträge: 1959
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: Do Okt 10, 2013 7:27 am    Titel:

Hallo,

ich glaube nicht, dass irgendeine Kasse sich so aus dem Fenster lehnen wird.
Erstens ist es nun mal so, dass gerade so ein Wunsch zeigt, was für ein Neu-Mitglied da im Anmarsch ist. Und da ist nun mal knallharter Wettbewerb. Ich bin nicht das Orakel von Delphi, aber ich vermute mal, dass keine Kasse Interesse an Euch hat. Insofern sieht man sicher auch keinen Anlass Kulanz im voraus walten zu lassen.
Zweitens können sich Rechtsvorschriften ändern oder eben auch Bewilligungskriterien von Kassen. Da gibt niemand einen "Persilschein" für etwas in der Zukunft raus.

Der DAK wischt Du auf keinen Fall einen aus, wenn Ihr kündigt. Wahrscheinlich sind die sogar froh. So ist das heute in diesem Wettbewerb leider so - das ist der Wettbewerb, das ist die Realität. Und auch in Zeiten des Morbi-RSA ist immer noch ein gesunder Kranker mit wenig Beratungsaufwand ein Wunschmitglied.

Ob Ihr es bei einer anderen Kasse besser habt ist Kaffeesatzleserei. Die Leistungen in Euren Segmenten sind nahezu gleich. Und ob das mal netter oder schneller oder besser entschieden wird, das hängt auch von Menschen ab. Die Sachbearbeiterin, mit der Ihr vielleicht super zurecht kommt, kann morgen wechseln und dann sieht wieder alles anders aus. Menschen halt.

Sorry, aber ich befürchte, dass ein Kassenwechsel die Probleme nicht lösen wird.

LG, Fee
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Sandra625



Anmeldungsdatum: 01.03.2016
Beiträge: 2

Verfasst am: Di März 01, 2016 3:12 pm    Titel: Wechsel

Ich selber bin bei der Barmer GEK Krankenkasse. Bekomme von denen immer News zum Thema Pflege... die scheinen sehr viele in den Bereich zu bieten haben zu dem ein komplettes Portal zum Thema Pflege
https://www.barmer-gek.de/pflege Musst am besten mal vergleichen welche Leistungen am besten passen.
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ippuj



Anmeldungsdatum: 03.06.2008
Beiträge: 139

Verfasst am: Di März 01, 2016 5:29 pm    Titel:

Nur wegen der Werbung einen eineinhalb Jahre alten Thread wieder aus der Versenkung holen? Evil or Very Mad
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