Termin beim Hautarzt in 12 Wochen

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Termin beim Hautarzt in 12 Wochen
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roemer70



Anmeldungsdatum: 23.06.2010
Beiträge: 1446

Verfasst am: Sa Jul 13, 2013 9:16 pm    Titel:

Vom Gedanken, dass wir alle gleich behandelt werden, muss man sich in meinen Augen eh verabschieden.

Geld, Fähigkeiten, Spezialisierung, Wissen etc. - all das ist unterschiedlich verteilt. Und aus allen harten und weichen Faktoren werden halt Individuen geformt - allesamt unterschiedlich, z.B. auch, was Durchsetzungsstärke angeht.

Ich habe kein Problem mit einer Mehrklassengesellschaft - solange die unterste Klasse gute Behandlung erfährt - dann ist mir auch egal, wie sehr die oberen x-Tausend "verwöhnt" werden (Merke: Nicht immer hilft viel auch viel!). Jetzt müsste man nur festlegen, was eine "gute Behandlung" ausmacht... Hmm... In meinen Augen die GKV. Smile
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derKVProfi



Anmeldungsdatum: 10.04.2013
Beiträge: 1225

Verfasst am: Sa Jul 13, 2013 9:56 pm    Titel:

@ KKA - das, was Sie ansprechen, zum thema NHS, hat etwas mit der Menge der Mittel in Relation zum BIP zu tun! Wenn die Briten mehr Geld in das System geben würden, wären die Wartezeiten kürzer! Ist also eine Entscheidung der Briten, über die wir nicht urteilen sollten.

Das aber ständig behauptet wird, dass das die Folgen einer Bürgerversicherung sind, macht mir Plaque!

Und der Umkehrschluss ist auch nicht richtig, dass man nur noch mehr Geld in das System pumpen muss, damit es besser wird.

Aber UK gibt nur 2/3 dessen in das system, was wir hinein geben.

Ob die Mittel aus Steuern oder Beiträgen kommen, ist eigentlich wurscht, weil zahlen müssen die Bürger - immer und alles! Der psychologische Effekt ist aber genial: wenn es aus Beiträgen finanziert wird, dann entsteht wein Anspruchsdenken! Aus Steuern merkt keinerm, dass er mit Steuern einen Anspruch ausgelöst hat, weil es im Gesamttopf untergeht!
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Thorulf Müller
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VersSulting / Versicherungsberatung Impressum
th.mueller@derKVProfi.de
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KKA



Anmeldungsdatum: 30.09.2012
Beiträge: 1082
Wohnort: Hamburg

Verfasst am: Sa Jul 13, 2013 10:31 pm    Titel:

derKVProfi hat folgendes geschrieben::
@ KKA - das, was Sie ansprechen, zum thema NHS, hat etwas mit der Menge der Mittel in Relation zum BIP zu tun! Wenn die Briten mehr Geld in das System geben würden, wären die Wartezeiten kürzer! Ist also eine Entscheidung der Briten, über die wir nicht urteilen sollten.

Das aber ständig behauptet wird, dass das die Folgen einer Bürgerversicherung sind, macht mir Plaque!

Und der Umkehrschluss ist auch nicht richtig, dass man nur noch mehr Geld in das System pumpen muss, damit es besser wird.

Aber UK gibt nur 2/3 dessen in das system, was wir hinein geben.

Ob die Mittel aus Steuern oder Beiträgen kommen, ist eigentlich wurscht, weil zahlen müssen die Bürger - immer und alles! Der psychologische Effekt ist aber genial: wenn es aus Beiträgen finanziert wird, dann entsteht wein Anspruchsdenken! Aus Steuern merkt keinerm, dass er mit Steuern einen Anspruch ausgelöst hat, weil es im Gesamttopf untergeht!


Sie beginnen mich zu animieren, Ihre Beiträge zu mögen Smile ...so wie diesen hier. Volle Zustimmung!

Gruss
KKA
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Lord Dragon



Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 265

Verfasst am: Mo Jul 22, 2013 3:30 pm    Titel:

Die Politiker reden gerne über Zwei-Klassen-Medizin. Man vergisst aber, dass die Krankenkassen nur einen Vertrag über 20 Stunden pro Woche mit Ärzten unterschrieben haben. Das heißt, dass die Ärzte Kassenpatienten nur 20 Stunden pro Woche zur Verfügung stehen. Das ist also ganz normal, dass Privatpatient schneller ein Termin bekommt, da für ihn mehr Zeit zur Verfügung steht.
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3252

Verfasst am: Mo Jul 22, 2013 5:15 pm    Titel:

Kann es sein, dass du die verpflichtenden Sprechstundenzeiten mit der Arbeitszeit des Arztes verwechselst? Wenn das bei den Ärzten so ist, wundert es mich nicht, wenn sie sich darüber beschweren, dass sie ja keine Zeit für Hausbesuche und "den ganzen Papierkram" haben.


Zitat:
Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV)

§ 19a

(1) Die Zulassung verpflichtet den Arzt, die vertragsärztliche Tätigkeit vollzeitig auszuüben.

§ 20

(1) Ein Beschäftigungsverhältnis oder eine andere nicht ehrenamtliche Tätigkeit steht der Eignung für die Ausübung der vertragsärztlichen Tätigkeit entgegen, wenn der Arzt unter Berücksichtigung der Dauer und zeitlichen Lage der anderweitigen Tätigkeit den Versicherten nicht in dem seinem Versorgungsauftrag entsprechenden Umfang persönlich zur Verfügung steht und insbesondere nicht in der Lage ist, Sprechstunden zu den in der vertragsärztlichen Versorgung üblichen Zeiten anzubieten. Ein Arzt steht auch dann für die Versorgung der Versicherten in erforderlichem Maße zur Verfügung, wenn er neben seiner vertragsärztlichen Tätigkeit im Rahmen eines Vertrages nach den §§ 73b, 73c oder 140b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch tätig wird.

http://www.gesetze-im-internet.de/zo-_rzte/BJNR005720957.html
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Meine Äußerungen stellen keine Rechtsberatung dar. Ich beziehe mich auf die momentane Rechtslage/Rechtssprechung, die sich jederzeit ändern kann, weshalb jeder selbst entscheiden muss, ob er den Rechtsweg einschlägt.
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derKVProfi



Anmeldungsdatum: 10.04.2013
Beiträge: 1225

Verfasst am: Di Jul 23, 2013 3:49 pm    Titel:

Es geht nicht um die Zulassungsverordnung, sondern um die Verträge der KV mit dem Kassenarzt!

Spannend ist ja, dass die KV eben eine ärztliche Selbstverwaltung ist. Die Ärzte also hier mit sich selber Vereinbarungen treffen.

Solche Regelungen (20 Stunden pro Woche für Kassenpatienten) als Anforderungsprofil sind aktenkundig und bekannt!


Damit ist zwar eine "Mindestens" Regelung gemeint, wird aber in einigen Praxen relativ exakt umgesetzt!

Hausbesuche? Du machst Scherze, oder? Hausbesuche machen doch nur einige wenige Ärzte noch! Zum Beispiel Hausärzte auf dem Land und ggf. auch im Umfeld einer Stadt!

Ach ja - die restliche zeit sind Zeiten für Gutachten, IGeL, Selbstzahler, der heilige Mittwoch-Nachmittag. Fortbildung wird auf die 20 Stunden angerechnet!
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Lord Dragon



Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 265

Verfasst am: Fr Jul 26, 2013 8:36 am    Titel:

@derKVProfi
Ärzte arbeiten natürlich mehr als 20 pro Woche mit Kassenpatienten, aber wenn ein Privatpatient kommt, dann hat er Vorrang, weil es Privatsprechstunden gibt, die halt oft frei sind, da viel weniger Privatpatienten gibt. Die Kassen können auch bessere Verträge abschließen, z.B. mit 30 Stunden pro Woche. Tun dies aber nicht.
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Lord Dragon



Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 265

Verfasst am: Fr Jul 26, 2013 8:46 am    Titel:

GerneKrankenVersichert hat folgendes geschrieben::
Kann es sein, dass du die verpflichtenden Sprechstundenzeiten mit der Arbeitszeit des Arztes verwechselst? Wenn das bei den Ärzten so ist, wundert es mich nicht, wenn sie sich darüber beschweren, dass sie ja keine Zeit für Hausbesuche und "den ganzen Papierkram" haben.


Zitat:
Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV)

§ 19a

(1) Die Zulassung verpflichtet den Arzt, die vertragsärztliche Tätigkeit vollzeitig auszuüben.

§ 20

(1) Ein Beschäftigungsverhältnis oder eine andere nicht ehrenamtliche Tätigkeit steht der Eignung für die Ausübung der vertragsärztlichen Tätigkeit entgegen, wenn der Arzt unter Berücksichtigung der Dauer und zeitlichen Lage der anderweitigen Tätigkeit den Versicherten nicht in dem seinem Versorgungsauftrag entsprechenden Umfang persönlich zur Verfügung steht und insbesondere nicht in der Lage ist, Sprechstunden zu den in der vertragsärztlichen Versorgung üblichen Zeiten anzubieten. Ein Arzt steht auch dann für die Versorgung der Versicherten in erforderlichem Maße zur Verfügung, wenn er neben seiner vertragsärztlichen Tätigkeit im Rahmen eines Vertrages nach den §§ 73b, 73c oder 140b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch tätig wird.

http://www.gesetze-im-internet.de/zo-_rzte/BJNR005720957.html


"vollzeitig" bedeutet Hauptberuflich, was die Ärzte auch machen, dass heißt aber nicht 40 Std. pro Woche nur Kassenpatienten.

Bundesmantelvertrag §17
Zitat:
Der sich aus der Zulassung des Vertragsarztes ergebende Versorgungsauftrag ist dadurch zu erfüllen, dass der Vertragsarzt an seinem Vertragsarztsitz persönlich mindestens 20 Stunden wöchentlich in Form von Sprechstunden zur Verfügung steht.
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3252

Verfasst am: Fr Jul 26, 2013 3:55 pm    Titel:

Lord Dragon hat folgendes geschrieben::


Bundesmantelvertrag §17
Zitat:
Der sich aus der Zulassung des Vertragsarztes ergebende Versorgungsauftrag ist dadurch zu erfüllen, dass der Vertragsarzt an seinem Vertragsarztsitz persönlich mindestens 20 Stunden wöchentlich in Form von Sprechstunden zur Verfügung steht.


Genau das meinte ich. Reine 20 Stunden wöchentlich in Form von Sprechstunden. Und dann kommt noch die vielbeklagte Bürokratie hinzu. Und viele andere Dinge.

Wieviel Zeit ein Arzt dann letztendlich für die Kassenpatienten aufwendet, hängt von vielen Faktoren ab. Es ist aber nicht so wie anfangs von dir beschrieben

Lord Dragon hat folgendes geschrieben::

Man vergisst aber, dass die Krankenkassen nur einen Vertrag über 20 Stunden pro Woche mit Ärzten unterschrieben haben.


Ich persönlich bin der Ansicht, dass eine Kassenzulassung sich nicht mit Privatpatienten verträgt. Wenn die Ärzte noch so viel Luft für Privatpatienten haben, könnte man doch durchaus Kassenärzte "einsparen" (wenn die Ärzte nur noch die Kassenpatienten behandeln) und das freiwerdende Honorarvolumen unter den übrigen aufteilen. Und Privatärzte kümmern sich um die Privatpatienten.
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