ich bin nicht krankenversichert !

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ich bin nicht krankenversichert !
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I.W.R.



Anmeldungsdatum: 01.02.2012
Beiträge: 7

Verfasst am: Fr Feb 03, 2012 6:51 pm    Titel: ich bin nicht krankenversichert !

Hallo zusammen,
ich bin seit 5 Jahren nicht krankenversichert. Ich müsste, um krankenversichert zu werden zurück zu meiner letzten gesetzlichen Kasse und mehrere tausend Euro nachzahlen. Das kann ich nicht, auch nicht in Raten. Mir bleibt nur, mich privat zu versichern, was auch sehr sehr teurer ist und ich keinesfalls länger sein kann. Ich möchte dann schnellstmöglich wieder in die gesetzliche, was automatisch passiert, sobald ich eine angemeldete Tätigkeit verrichte. Meine Frage an euch ist nun, zum einen wie lange ich mindestens angemeldet arbeiten muss, um dauerhaft wieder gesetzlich versichert zu sein - reicht auch Teilzeit oder kann ich z.B. nur 4 Wochen bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten und dann kündigen und wäre danach dann dauerhaft in der gesetzlichen?
und zum anderen
ob ich, wenn ich durch die angemeldte Tätigkeit gesetzlich versichert bin, nicht danach wieder in die private muss, sondern in der gesetzlichen bleiben kann.
Ich hoffe auf eure hilfreichen Antworten und danke euch schon einmal jetzt dafür.
I.M.G. Rolling Eyes
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GKV-Fachmann



Anmeldungsdatum: 03.12.2011
Beiträge: 17

Verfasst am: Sa Feb 04, 2012 8:03 am    Titel: Schwierig

Hallo I.W.R.

Ich bin immer wieder entsetzt, wenn ich höre/lese das jemand jahrelang ohne Krankenvericherungsschutz ist.

Die Aufnahme eine versicherungspflichtigen Beschäftigung ist aber nicht die Lösung Deines Problemes. Die aufnehmende Krankenkasse wird nämlich nach Deiner Vorkasse fragen und eine Bescheinigung in Form einer Kündigungsbestätigung verlangen. Solange Du diese nicht vorlegen kannst, wird Dich die gewählte Krankenkasse nicht aufnehmen dürfen.

Evtl. liegt die Lösung ja in den letzten fünf Jahren.

Warum warst Du nicht krankenversichert? Was hast Du in den letzten fünf Jahren gemacht? Wo hast Du dich in diesen fünf Jahren aufgehalten (Deutschland oder Ausland)? Wie alt bis Du? Bist Du verheiratet? Wenn ja, wie ist Dein Ehepartner krankenversichert?
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Czauderna



Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 3142

Verfasst am: Sa Feb 04, 2012 12:37 pm    Titel:

Hallo,
wenn du allein in diesem Forum mal suchst,wirst du mehrere solcher Fälle finden.
Es gibt schon Möglichkeiten die Nachzahlung zu umgehen - ich nenne nur folgende begriffe - Eintritt von Krankenversicherungspflicht - Wahl einer anderen Kasse und keine Aussage über Vorversicherungszeiten -.
Ich selbst bin zwar immer noch der Meinung, dass dies sehr ungerecht gegenüber denjenigen ist, welche bereits zahlen, aber es scheint das gewünschte "Schlupfloch" zu sein.
Gruss
Czauderna
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GKV-Fachmann



Anmeldungsdatum: 03.12.2011
Beiträge: 17

Verfasst am: So Feb 05, 2012 8:46 am    Titel: Hilfestellung

Hallo Czauderna,

ich habe Deinen (fachlichen) Hinweis schon verstanden. Mir fallen auch noch 1-2 andere Tricks ein, wie man zurück in die GKV kommt. Diese möchte ich in einen öffentlichen Forum aber im Detail nicht erklären. Cool

Dein Hinweis auf die gewollten Schlupftlöcher hat mich nachdenklich gemacht. Du könntest Recht haben, aber ich möchte mich an Rechtsbeugung, auch wenn sie politisch gewollt ist, nicht aktiv beteiligen.

Wenn I.W.R. meine Fragen beantwortet, finden wir evtl. ja doch noch einen Weg. Smile

LG
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CiceroOWL



Anmeldungsdatum: 20.09.2008
Beiträge: 2959

Verfasst am: So Feb 05, 2012 11:05 am    Titel:

arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/KV-Rundschreiben-AlgII.pdf.

Naja der Bezug von Arbeitslosengeld Ii Führt zur Versicherungspflicht. Kommt jetzt darauf an wie deine Kasse das sieht Versicherungspflicht oder Antragsversicherung. Da scheiden sich denn die Geister.
_________________
Mehr Sein als Schein.
v. Moltke
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Kassenhugo



Anmeldungsdatum: 25.01.2012
Beiträge: 18

Verfasst am: Mo Feb 06, 2012 6:05 am    Titel:

Diese Versicherungspflicht ist doch nur Augenwischerei, wenn ich schon die Politiker toenen hoere jeder ist versichert. Es gibt tausende in Deutschland welche nicht versichert sind und die auch keine Versicherung aufnimmt. Da hilft auch die Versicherungspflicht nicht weiter.
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Czauderna



Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 3142

Verfasst am: Mo Feb 06, 2012 7:25 pm    Titel:

Kassenhugo hat folgendes geschrieben::
Diese Versicherungspflicht ist doch nur Augenwischerei, wenn ich schon die Politiker toenen hoere jeder ist versichert. Es gibt tausende in Deutschland welche nicht versichert sind und die auch keine Versicherung aufnimmt. Da hilft auch die Versicherungspflicht nicht weiter.


Hallo,
sicher gibt es die, aber das müsste nicht sein. Warum das so ist hat verschiedene Gründe. Menschen, die ohne Einkommen leben und ohne Leistungen des Staates auskommen, die haben auch in der Regel keine Krankenversicherung, obwohl sie eine haben müssten. Die Frage ist doch, wie kommt man an diese Menschen ran.
Nehmen wir als Beispiel das leider doch relativ große Heer der Obdachlosen.
Ich weiß nicht, wie das bei anderen Kassen ist, ich hatte noch keinen Obdachlosen unter meinen Kunden, dessen Krankenversicherung vom Staat gezahlt wurde, geschweige denn, dass er sie selbst zahlte. Wer ist von diesen Menschen krankenversichert, wenn er keine Leistung vom Staat erhält ?
Sie muessten es nach dem Gesetz sein !!.
Kommen wir zur nächsten Gruppe - diejenigen, welche könnten, aber kein Interesse an einer Krankenversicherung haben - dabei handelt es sich überwiegend um Menschen, die aufgrund von Schulden seinerzeit aus Ihrer
Krankenkasse ausgeschlossen wurden und es im Jahre 2007 bzw. 2009, meist fahrlässig unterlassen haben sich darum zu kümmern. Heute haben sie die Chance verpasst und müssen mit großen Nachzahlungen rechnen - so will es grundsätzlich der Gesetzgeber. Dieser Personenkreis wird aber immer kleiner,
teils, weil früher oder später man ohne eine Krankenkasse dann doch nicht auskommt, teils, weil es sich biologisch erledigt hat (klingt hart, ist aber so).
Bleiben dann die übrig, die zwar wollen aber nicht "genommen" werden - ja, und das ist ein Skandal. Ein Skandal deshalb, dass es GKV-Kassen und PKV-Kassen ungestraft möglich ist Antragsteller mit den fadenscheinigsten Begründungen abzuwimmeln, sie, die ohnehin unter einer starken Belastung stehen so mürbe zu machen, dass diese Menschen sich dann doch der zweiten Gruppe anschließen.
Gruss
Czauderna
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I.W.R.



Anmeldungsdatum: 01.02.2012
Beiträge: 7

Verfasst am: Mo Feb 13, 2012 7:29 pm    Titel:

Lieber Czauderna,
danke für deine hilfreiche Antwort. Ich lese jetzt nach, was du empfohlen hast und melde mich dann an dieser Stelle noch einmal.

Lieber GKV-Fachmann,
danke erst ein Mal für deine Antwort. Ja - ich fühle mich auch nicht wohl damit, aber der Gesetzgeber hält mich draußen. Ich bin raus, weil ich Beitragsrückstände hatte. Dann haben die sich nicht mehr gemeldet und ich dachte, super, muss ich nicht zahlen und bin irgendwie doch versichert. Das war oberflächlich. Ich bin seit dieser Zeit in D, habe aber nicht gearbeitet und von Rücklagen gelebt, die nun fast aufgebraucht sind. Was kann ich jetzt machen?
I.M.G. Smile
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I.W.R.



Anmeldungsdatum: 01.02.2012
Beiträge: 7

Verfasst am: Mi Feb 15, 2012 8:41 pm    Titel:

Muss berichtigen, dass ich
a) im letzten post mit falschem Kürzel versehentlich unterschrieben habe und
b) die ersten 1,5 Jahre gearbeitet habe. Dann wurde es bemerkt, dass ich nicht mehr versichert war und ich musste meinen Hut nehmen. Ich hoffe, dass du noch antwortest und ich mit dir eine Lösung finde, wieder in die gesetzliche zu kommen, lieber GKV-Fachmann.
Confused I.W.R.
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I.W.R.



Anmeldungsdatum: 01.02.2012
Beiträge: 7

Verfasst am: Di Feb 28, 2012 7:56 pm    Titel:

Dass mir hier keiner helfen will, dass ich wieder in eine Versicherung komme und ihr mich weiter unversichert herumrennen lassen wollt oder ansonsten die unverschämt hohe Nachzahlung zahlen lassen wollt, obwohl ich in diesen Jahren keinerlei Leistungen in Anspruch genommen habe, ist sehr traurig.
Obwohl ich hier auf eine Antwort gehofft habe und einen von euch mehrmals um Hilfe per pn gebeten habe, hat trotzdem keiner geantwortet. Wegen einer Einzelperson wie mir geht euer System bestimmt nicht kaputt; gerade war in den Nachrichten, wieviel Millarden die Kassen an Überschüssen gemacht haben. Ich bitte wenigstens die eine Person - er weiß sicher, wen ich meine - den, welchen ich mehrmals per pn um Hilfe gebeten habe, mir noch per pn antwortet.
Danke
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roemer70



Anmeldungsdatum: 23.06.2010
Beiträge: 292

Verfasst am: Di Feb 28, 2012 8:22 pm    Titel:

Der Weg in die GKV steht Dir doch dank §5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V grundsätzlich offen - aber halt nur über den Weg der Nachzahlung.

Das finde ich weder unverschämt, noch traurig.

Wenn mir die Frage erlaubt ist: Warum möchtest Du denn jetzt nach 5 Jahren wieder in eine Krankenversicherung?

Ansonsten halte ich es mit GKV-Fachmanns Beitrag vom 5. Februar. Da ich die Schlupflöcher gegenüber den anderen Beitragszahlern moralisch nicht vertreten kann, werde ich hier auch keine entsprechenden Hinweise geben.
Mein Tipp: Versicherung nach obigem Parapraph und Zahlungsvereinbarung nach Deinen Möglichkeiten.
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röschen



Anmeldungsdatum: 21.09.2011
Beiträge: 86

Verfasst am: Di Feb 28, 2012 8:40 pm    Titel:

roemer70 hat folgendes geschrieben::

Das finde ich weder unverschämt, noch traurig.

Ebenfalls. Und das Posting des TE seltsam: Beitragsrückstände nicht bezahlen, sondern stattdessen ein paar Jahre von Rücklagen leben???
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Czauderna



Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 3142

Verfasst am: Di Feb 28, 2012 9:40 pm    Titel:

I.W.R. hat folgendes geschrieben::
Dass mir hier keiner helfen will, dass ich wieder in eine Versicherung komme und ihr mich weiter unversichert herumrennen lassen wollt oder ansonsten die unverschämt hohe Nachzahlung zahlen lassen wollt, obwohl ich in diesen Jahren keinerlei Leistungen in Anspruch genommen habe, ist sehr traurig.
Obwohl ich hier auf eine Antwort gehofft habe und einen von euch mehrmals um Hilfe per pn gebeten habe, hat trotzdem keiner geantwortet. Wegen einer Einzelperson wie mir geht euer System bestimmt nicht kaputt; gerade war in den Nachrichten, wieviel Millarden die Kassen an Überschüssen gemacht haben. Ich bitte wenigstens die eine Person - er weiß sicher, wen ich meine - den, welchen ich mehrmals per pn um Hilfe gebeten habe, mir noch per pn antwortet.
Danke


Hallo,
was willst du ?? - es wurden dir die Möglichkeiten genannt - handeln musst du selbst - deshalb hier zu lamentieren ist gelinde gesagt ein starkes stück.
Wir haben schon mehreren Ratsuchenden geholfen wieder in eine Kasse zu kommen, manchen konnten wir sogar die Nachzahlung ersparen, natürlich immer mit legalen Hinweisen und Tipps. Dein Hilferuf nach einer bestimmten Person und der PN. erscheint auch sehr befremdlich - hat sie dir auf deine PN.
nicht geantwortet ??.
Es ist auch nicht unser System, sondern auch deines, oder bist du kein deutscher Staatsbürger - klar, geht das System an dir nicht kaputt, es hat aber auch keinen Vorteil wenn es dich einfach so versichert und auf Beiträge verzichtet - denn das wäre gegenüber denjenigen total ungerecht, die sich gekümmert haben und seitdem treu und brav ihre Beiträge ab- und bezahlen.
Was hast du as den Hinweisen hier gemacht - allein mein Beitrag vom 4.2.2012, was hast du darauf unternommen - sich bei mir zu bedanken war ja auch sehr nett, was aber weiter - hast du erwartet, dass die Experten von sich aus auf die Sprünge helfen - der Nachfolgebeitrag vom GKV-Fachmann war ja wohl eindeutig.
Gruss
Czauderna
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vlac



Anmeldungsdatum: 09.01.2012
Beiträge: 47

Verfasst am: Mi Feb 29, 2012 11:49 pm    Titel:

Hallo,

ich habe vorweg zwei Bitten an Dich: Hör' auf anderen die Schuld, die Verantwortung für Deine Situation zu geben. Dass Du Dich krankenversichern musst, wusstest Du spätestens, als Dir, Deinen eigenen Angaben zu Folge, vor dreieinhalb Jahren Dein Arbeitsverhältnis gekündigt wurde, weil, das interpretiere ich nun so, die Leistungen Deiner Krankenversicherung ruhten - und das noch immer tun, aber dazu gleich mehr.

Und, das ist so unbeschreiblich, so unglaublich extrem wichtig: Wende Dich an eine Schuldnerberatung, nicht nächstes Jahr, oder nächsten Monat, oder nächste Woche, sondern sofort. Deine Schulden bei der Krankenkasse werden in, jetzt ist es 21:58, also zwei Stunden und zwölf Minuten um einen weiteren Betrag angewachsen sein.

Und damit zum Eingemachten: Diese Schulden bleiben. Vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie angefallen sind, im Normalfall. Und ganze 30 Jahre, noch einmal Dreißig Jahre, wenn es einen Titel vom Gericht gibt, oder aber sie mit Absicht gemacht worden sind. Absicht ist schon, wenn Du wusstest, dass Du zahlen musst, und zahlen konntest, und Deine Schulden trotzdem nicht getilgt hast. Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster: Ich bin mir ziemlich sicher, dass das bei Dir Fall ist.

Nun ist es aber auch so, dass Du derzeit kein Verständnis dafür hast, dass Du dieses Geld bezahlen sollst, weil Du ja, wie Du schreibst, keine Leistungen in Anspruch genommen hast, und auch keinen Anspruch darauf zu haben glaubst. Das aber stimmt so nicht.

Du warst ja mal gesetzlich versichert. Irgendwann hast Du aufgehört, Beiträge zu bezahlen, und die Leistungen der Versicherung ruhten von dann ab. Aber: Die Versicherungspflicht sieht vor, dass Notfallbehandlungen, also zum Beispiel der Herzinfarkt, aber auch der Schlaganfall, aber auch alles, was schwere Schmerzen verursacht, davon ausgenommen sind: Du wirst behandelt; Deine letzte Krankenversicherung zahlt dafür. Aber dafür schuldest Du ihr die Beiträge der Vergangenheit.

Die Alternative ist, dass Du das Risiko selbst trägst. Selbst bezahlst, wenn es Dir richtig schlecht geht. Den Knochenbruch wirst Du dann vielleicht noch aus eigener Tasche, irgendwie hinbekommen. Aber die Behandlung von Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs ist teuer. So teuer sogar in manchen Fällen, dass die von einem Menschen in seinem Leben eingezahlten Beiträge kaum oder gar nicht ausreichen, um diese Behandlung zu decken.

Und: Das Geld wird dann dem Krankenhaus geschuldet. Und diese Schuld wird so behandelt, wie jede Schuld: Der Gerichtsvollzieher kommt. Das Konto wird gesperrt. Die Rücklagen, von denen Du nun lebst, werden bis zu Pfändungsgrenze abgezogen. Und das ohne Anspruch auf Krankengeld, selbst auf ALG II. Es bleibt in diesem Fall das absoluteste Existenzminimum, dass es Deutschland gibt.

Deshalb wurde die Krankenversicherungspflicht eingeführt: Damit das nicht passiert.

Deshalb will die Krankenversicherung von Dir Geld haben. Mit der Krankenkasse kann man reden: Man kann Stundung und Ratenzahlung vereinbaren. Und es gibt Wege, das Ruhen der Leistungen wenigstens für einige Zeit weg zu bekommen: Beim ALG II-Bezug gibt es volle Leistungen. Aber die Schulden gehen auch hier nicht weg.

Deshalb ist es wichtig, dass Du nun handelst. Zur Schuldnerberatung gehst. Anfängst, Deine Beiträge zu bezahlen. Und vor allem: Dass Du realistisch wirst.

Du schreibst, dass Du dreieinhalb Jahre von Rücklagen gelebt hast, und dass diese Rücklagen nun fast aufgebraucht sind. Früher oder später wirst Du zum Amt müssen. Nimm' das Geld, dass noch übrig ist, und bezahle einen Teil der Schuld. Geh' dann zum Amt und beantrage Sozialleistungen. Das musst Du sowieso irgendwann machen. Besser jetzt als in ein paar Monaten.

Wie gesagt: Wende Dich an eine Schuldnerberatung; dort kann man Dir auch helfen, mit der Krankenkasse zu verhandeln. Man kann Dir Wege aufzeigen.

Aber versuche keinesfalls, in eine andere gesetzliche oder private Krankenversicherung zu kommen, indem Du ihr die Vergangenheit verschweigst. Das wäre, wenn man den Hintergrund der Geschichte nimmt, die Du hier berichtet hast, spätestens dann, wenn Du Leistungen in Anspruch nimmst, ein Betrug. Und vor dem Hintergrund der hier berichteten Geschichte, die ja auch die Verwicklungen mit Deinem damaligen Arbeitgeber beinhaltet, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du dabei nur mit einem Strafbefehl davon kommen würdest.

Deshalb: Handele. Tue es jetzt.
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I.W.R.



Anmeldungsdatum: 01.02.2012
Beiträge: 7

Verfasst am: Mo März 12, 2012 9:00 pm    Titel:

Hallo Czauderna,
was ich gemacht habe? Habe noch andere Probleme. Aber ich habe dieses Forum mit der durchforstet und ja, es gibt ein paar ähnliche Sachverhalte zu meinem, aber keine mir wirklich weiterhelfenden Antworten.
Beispiel eines guten Bekannten von mir: lebt seit 6 Jahren in Thailand. Falls seine Ehe scheitert und er sich entscheidet, in 10,15 Jahren zurückzukommen, dann ist er hier hoch verschuldet. Er kann dadurch eigentlich nie wieder zurück. Das zeigt, das das Gesetz nicht vollständig durchdacht ist und nachgebessert werden muss.
Und was ist an meinem post befremdlich? Ich meinte GKV-Fachmann. Erst macht er mir oben Hoffnung, mir zu helfen und eine Lösung zu finden. Und dann habe ich ihn, da er ja nicht öffentlich antworten will, per PN angeschrieben und er hat einfach nicht mehr geantwortet, trotz zwei weiterer PN und meiner eindringlichen Bitte, mir zu helfen.
Aus euren Anfangsantworten werde ich nun mal nicht ganz schlau. Ich bräuchte wenigstens noch ein bißchen Erklärung. Wenn mir bitte wenigstens jemand von euch per PN antwortet, wenn ihrs nicht öffentlich posten wollt.
Bitte! Helft mir mich endlich endlich von dieser Belastung befreit zu sein!
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