Facharzt AU/ReHa Entlassungsbericht

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holgerkoeln



Anmeldungsdatum: 04.07.2018
Beiträge: 28

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 12:30 pm    Titel:

also deute ich das richtig, bezogen auf die psychiatrische AU ist es sicherer von der Facharzt AU in der ReHa nicht drauf hinzuweisen?

Aber du schriebst doch:
Hallo,
Ich bin davon ausgegangen dass die Reha sich ausschließlich mit der orthopaedischen Diagnose beschäftigt und die Psycho-Diagnose außer Acht lässt. Was dann zur Folge haben könnte, dass auf dem Entlassungsschein eben "arbeitsfähig " steht und wenn man dann erst mit der Psycho.Diagnose kommt, hat man womöglich schlechte Karten. Wenn aber schon vorzeitig eine Folge-Meldung vorliegt, dann kann die nicht so ohne weiteres außer Kraft gesetzt werden. noch einmal, das gilt nur, wenn die Reha sich wirklich nicht mit der Psycho-Diagnose befasst.

Gruss
Holger
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3436

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 3:10 pm    Titel:

Sag doch einfach in der Reha die Wahrheit, dieses Taktieren kann meiner Meinung nach nur in einem riesigen Kuddelmuddel enden.

Diese Bescheinigung, die dir dein Psychiater ausgestellt hat, entspricht nicht den Vorgaben der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien. In mir reift so langsam der Verdacht, dass sie in der Form ausgestellt wurde, um die drohende Arbeitsfähigkeit nach der Reha mit einem "Ätsch bätsch, da ist noch was, von dem ich euch vorher nichts gesagt habe" auszuhebeln.

Das kann nur in die Hose gehen, wenn du mich fragst. Ein Reha-Entlassungbericht ist nichts, was man mal so einfach vom Tisch wischt. Er hat den Charakter eines sozialmedizinischen Gutachtens. Weitere Infos:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/03_oeffentliche_verwaltung_versaemter/05_Reha_301/03_reha_301_standard/Leitfaden_Entlassungsbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=6

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/208286/publicationFile/2121/aerzliches_gutachten_hinweise_begutachtung_pdf.pdf

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__44a.html
hier Abs. 2: Die gutachterliche Stellungnahme des Rentenversicherungsträgers zur Erwerbsfähigkeit ist für alle gesetzlichen Leistungsträger nach dem Zweiten, Dritten, Fünften, Sechsten und Zwölften Buch bindend;

Zur Info: Das Fünfte Buch betrifft die Krankenversicherung
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Meine Äußerungen stellen keine Rechtsberatung dar. Ich beziehe mich auf die momentane Rechtslage/Rechtssprechung, die sich jederzeit ändern kann, weshalb jeder selbst entscheiden muss, ob er den Rechtsweg einschlägt.
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Czauderna



Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 8798

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 3:45 pm    Titel:

holgerkoeln hat folgendes geschrieben::
also deute ich das richtig, bezogen auf die psychiatrische AU ist es sicherer von der Facharzt AU in der ReHa nicht drauf hinzuweisen?

Aber du schriebst doch:
Hallo,
Ich bin davon ausgegangen dass die Reha sich ausschließlich mit der orthopaedischen Diagnose beschäftigt und die Psycho-Diagnose außer Acht lässt. Was dann zur Folge haben könnte, dass auf dem Entlassungsschein eben "arbeitsfähig " steht und wenn man dann erst mit der Psycho.Diagnose kommt, hat man womöglich schlechte Karten. Wenn aber schon vorzeitig eine Folge-Meldung vorliegt, dann kann die nicht so ohne weiteres außer Kraft gesetzt werden. noch einmal, das gilt nur, wenn die Reha sich wirklich nicht mit der Psycho-Diagnose befasst.

Gruss
Holger

Hallo,
Ich denke, du solltest dich an das halten was Gernekrankenversichert eben geschrieben hat - ich bin offenbar daran gescheitert dir, das, was ich meinte verstaendluch zu machen, denn du deutest meine Beitraege wieder falsch.
Gruß
Czauderna
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holgerkoeln



Anmeldungsdatum: 04.07.2018
Beiträge: 28

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 4:15 pm    Titel:

Hallo,

@GerneKrankenVersichert das ist doch mal eine Ansage. Also besser die AU angeben und Dank für die Links!

Wieso entspricht die AU nicht den AU Richtlinien? Der Facharzt macht immer AU´s von ca 10-12 Wochen, da er vorher keinen Termin findet. So ist seine Begründung.

@Czauderna vielleicht kann ich nur klare Aussagen verstehen, wer weiss. Darum war ja auch die Frage z.B. Hat die AU Gültigkeit .... versucht klar zu stellen um ein Ja oder Nein zu bekommen. Aber trotzdem auch Dir vielen Dank! Ich denke die Antwort jetzt ist alles bekannt geben.

Halt weiss ich nun noch nicht wenn ich aus der ReHa AF entlassen werde ob dann die AU vom FAcharzt noch Gültigkeit hat. Sorry, ihr könnt mich steinigen aber auf diese Frage habe ich meines Erachtens noch keine klare Antwort erhalten in Form von Ja oder Nein... Ernsthaft, ich will keine Zanken nur Klarheit haben... insbesondere in der Sorge das mir dann Möglichkeiten wie z.B. ein LTA Antrag bei der ReHA mir nicht mehr ermöglicht wird und somit helfen kann.

Wirklich vielen Dank für eure Mühe!

Liebe Grüsse
Holger
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3436

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 4:35 pm    Titel:

holgerkoeln hat folgendes geschrieben::

Wieso entspricht die AU nicht den AU Richtlinien? Der Facharzt macht immer AU´s von ca 10-12 Wochen, da er vorher keinen Termin findet. So ist seine Begründung.


https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1300/AU-RL_2016-10-20_iK-2016-12-24.pdf

Zitat:
1
Die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit soll nicht für einen mehr als zwei Wochen im Voraus liegenden Zeitraum bescheinigt werden.
2
Ist es auf Grund der Erkrankung oder eines besonderen Krankheitsverlaufs sachgerecht, kann die Arbeitsunfähigkeit bis zur voraussichtlichen Dauer von einem Monat bescheinigt werden.


holgerkoeln hat folgendes geschrieben::

Halt weiss ich nun noch nicht wenn ich aus der ReHa AF entlassen werde ob dann die AU vom FAcharzt noch Gültigkeit hat. Sorry, ihr könnt mich steinigen aber auf diese Frage habe ich meines Erachtens noch keine klare Antwort erhalten in Form von Ja oder Nein... Ernsthaft, ich will keine Zanken nur Klarheit haben...


Meiner Einschätzung nach nicht. Gründe:

1. Siehe oben, wurde länger als laut Richtlinien vorgesehen ausgestellt
2. "voraussichtlich arbeitsunfähig bis" ist eine Prognose
3. In der Reha wird ein Leistungsbild erstellt https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/01_sozialmedizin/08_sozmed_glossar/Functions/Glossar.html?cms_lv2=422826&cms_lv3=216436

Wenn du arbeitsfähig entlassen wirst, also ein positives Leistungsbild vorliegt, gilt die vorherige Prognose nicht mehr.

Weshalb ich dir erneut rate, in der Reha mit offenen Karten zu spielen. Kann der Orthopäde z. B. keine Beurteilung der psychischen Erkrankung durchführen, wird das Ergebnis ein anderes sein, als wenn er von der psychischen Erkrankung nichts weiß und davon ausgeht, dass keine weiteren Einschränkungen vorliegen.
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holgerkoeln



Anmeldungsdatum: 04.07.2018
Beiträge: 28

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 4:41 pm    Titel:

Hallo GerneKrankenVersichert,

das ist für mich eine klare Aussage.

Ich danke Dir für die Hinweise und deine Einschätzung.

Ich werde bei ReHaantritt am Donnerstag auf die aktuelle AU und meine Beschwerden inkl. ärztliche Befunde hinweisen.

Lieben Gruss
Holger

P.S.: Mich wundert dann das die KK die langen AUs dann immer bezahlt haben, wenn diee doch immer Geld sparen wollen. Das wäre doch ein klarer Grund kein Krankengeld zu zahlen...
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3436

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 4:53 pm    Titel:

holgerkoeln hat folgendes geschrieben::

P.S.: Mich wundert dann das die KK die langen AUs dann immer bezahlt haben, wenn diee doch immer Geld sparen wollen. Das wäre doch ein klarer Grund kein Krankengeld zu zahlen...


Das wäre nur mit MDK bei Zweifeln an der AU möglich gewesen. Die Kasse hat keinerlei Sanktionsmöglichkeit gegen der Arzt, der meint, sich nicht an die Richtlinien halten zu müssen. Allerdings "sticht" der Reha-Entlassungsbericht dann die AU-Bescheinigung. Und wenn sie nicht richtlinienkonform ist, fehlt es an den entsprechenden Argumenten, warum sie und nicht der Entlassungsbericht gültig ist.
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holgerkoeln



Anmeldungsdatum: 04.07.2018
Beiträge: 28

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 5:09 pm    Titel:

Allerdings habe ich schon erfolgreich gegen die Aufhebung AU der KK (durch Meinung des MDKs) Einspruch eingelegt, selbst da war die lange AU kein Thema. Wohl Glück gehabt.

Das heisst jetzt aber auch wenn ich mich nach der ReHa nicht arbeitsfähig bin und dieses mir ein Arzt bescheinigt im Anschluss sicherheitshalber noch mal eine neue AU geben lassen. Bei Entlassung AU sollte doch alles kein Problem sein...

Lieben Dank!
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GerneKrankenVersichert



Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beiträge: 3436

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 5:18 pm    Titel:

holgerkoeln hat folgendes geschrieben::
Allerdings habe ich schon erfolgreich gegen die Aufhebung AU der KK (durch Meinung des MDKs) Einspruch eingelegt, selbst da war die lange AU kein Thema. Wohl Glück gehabt.

Das heisst jetzt aber auch wenn ich mich nach der ReHa nicht arbeitsfähig bin und dieses mir ein Arzt bescheinigt im Anschluss sicherheitshalber noch mal eine neue AU geben lassen. Bei Entlassung AU sollte doch alles kein Problem sein...

Lieben Dank!


Genau.

Erfolgreiche Reha!
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holgerkoeln



Anmeldungsdatum: 04.07.2018
Beiträge: 28

Verfasst am: Di Okt 02, 2018 5:21 pm    Titel:

Danke!
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