gesetzliche Schwachpunkte zur Patientenverfügung

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Helmes63
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gesetzliche Schwachpunkte zur Patientenverfügung

Beitrag von Helmes63 » 18.04.2019, 19:44

Sehr geehrte Forenfachleute,

... trotz kompakter Informationsangebote scheint es so zu sein, dass wichtige Verständnisfragen
zur Patientenverfügung noch mit Unsicherheiten behaftet sind.

a) Als Beispiel hierfür möchte ich anfügen, dass nicht wenige Bürger die Ansicht vertreten dass eine PV
ohne amtliche Beglaubigung rechtsunwirksam sind. Das geht m. W. aus den hierzu vorliegenden
Sachinformationen jedoch nicht hervor.

b) Unabhängig davon stellt sich für mich zudem auch die Frage was passiert wenn die notwendige
Aktualisierung einer PV vergessen wurde. Von der Logik her ist diese dann erst bei einer
erneuten Willenserklärung wieder rechtskräftig gültig.

c) unwirksame Willensbekundungen die medizinisch nicht umsetzbar sind dürften doch die
Rechtsgültigkeit der PV nicht beeinträchtigen - oder sehe ich das verkehrt ?!

d) Kann man seinen Willen auch durch eine abgeschlossene Vorsorge-Vollmacht beschränken,
wenn diese Vertrauensperson nach Patientenwillen für eine Interessenwahrung ausreicht ?

Diese Punkte zeigen meines Erachtens dass der zwang zu mehr Präzisierung als Auflage notwendig
ist. Eine PV ohne inhaltliche Umsetzungsfähigkeit ist sicherlich für einen Arzt ein echter Horror.

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