KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Fragen zu einzelnen Krankenkassen

Moderator: Czauderna

Anto
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KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 17.03.2026, 18:03

Hallo zusammen,
ich möchte meinen KVdR‑Fall schildern, weil ich inzwischen in der Sache feststecke und vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Ich bin seit Jahrzehnten gesetzlich versichert. Als ich damals meinen Rentenantrag gestellt habe, hätte meine Krankenkasse automatisch die KVdR prüfen müssen. Das ist aber nicht passiert.
Später stellte sich heraus, dass die Deutsche Rentenversicherung Pflichtbeiträge an meine damalige Krankenkasse erstattet hat und in einem Bescheid ausdrücklich bestätigt wurde, dass die KVdR ab Rentenbeginn bestanden hat.
Trotzdem wurde ich damals als freiwilliges Mitglied eingestuft – ohne Antrag, ohne Bescheid, ohne Berechnung und ohne Rechtsbehelfsbelehrung.
Über viele Jahre habe ich freiwillige Beiträge gezahlt, obwohl ich nachweislich die Voraussetzungen für die KVdR erfülle.
Als ich den Vorgang nach langer Zeit erneut aufgegriffen habe, teilte mir die Krankenkasse mit, dass sämtliche Unterlagen aus der damaligen Zeit „nicht mehr auffindbar“ seien. Trotz vollständiger Datenlage und mehrfacher Fristsetzungen wurde bis heute keine KVdR‑Berechnung durchgeführt.
Ich habe inzwischen mehrere Beschwerden bei der zuständigen Aufsichtsbehörde eingereicht. Die Krankenkasse stellt immer neue Rückfragen, die längst beantwortet sind, oder macht widersprüchliche Angaben. Eine Berechnung wurde bis heute nicht vorgenommen.
Meine KVdR‑Quote liegt eindeutig über der erforderlichen Grenze, und die DRV bestätigt die Pflichtversicherung ab Rentenbeginn.
Meine Frage an das Forum:
Hat jemand Erfahrungen damit, wie man eine Krankenkasse dazu bringen kann, die KVdR‑Berechnung tatsächlich vorzunehmen?
Oder gibt es Wege, eine solche Berechnung rechtlich durchzusetzen, wenn die Kasse sie trotz vollständiger Datenlage verweigert?
Ich freue mich über jeden Hinweis. :)

Czauderna
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Czauderna » 17.03.2026, 20:36

Hallo,
du kennst sicher die Voraussetzungen für die KVdR ?
Hier noch einmal die einzelnen Schritte, welcher du gerne mit genauen Zahlen und Daten ergänzen kannst.

Tag der Rentenantragstellung: ?

Erstmalige Aufnahme einer Tätigkeit: ?

Von wann bis wann gesetzlich krankenversichert (einschl. evtl. Zeiten der Familienversicherung in der GKV) ?

Dann können wir näher in den Fall einsteigen
Gruss
Czauderna

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 18.03.2026, 10:34

Hallo Czauderna,
danke für deine Rückmeldung.
Gerne die Basisdaten in zusammengefasster Form:
Tag der Rentenantragstellung: Ende 2002
Erstmalige Aufnahme einer Tätigkeit: Anfang der 1980er Jahre
Gesetzliche Krankenversicherungszeiten:
Innerhalb der für die KVdR maßgeblichen Rahmenfrist liegen bei mir durchgehend gesetzliche Pflichtversicherungszeiten vor (Beschäftigung, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Übergangsgeld).
Alle Zeiten sind durch mehrere DRV‑Verläufe vollständig belegt.
Ich habe die KVdR‑Quote sowohl
- nach der gesetzlichen KVdR‑Rahmenfrist als auch
- nach der „zweiten Hälfte des Erwerbslebens“
berechnet.
Beide Berechnungswege führen zum gleichen Ergebnis: Die erforderliche Quote wird vollständig erfüllt.
Trotzdem wurde ich damals als freiwilliges Mitglied eingestuft – ohne Bescheid, ohne Berechnung und ohne Dokumentation.
Die Krankenkasse kann heute keine Unterlagen mehr vorlegen.
Ich freue mich über deine Einschätzung.
Viele Grüße
Anto

heinrich
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von heinrich » 19.03.2026, 08:48

Es zählt nur die 2. Hälfte der Rahmenfrist.

Wenn du von Pflichtversicherungszeiten sprichst.
Meinst du dann Pflichtversicherungszeiten der Krankenversicherung oder der Rentenversicherung.

In der Krankenversicherung zählen alle Zeiten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Dazu gehören Pflichtversicherungszeiten, freiwillige Mitgliedschaften und auch Zeiten der Familienversicherung.

Du schreibst, dass du die Zeiten eingereicht hast, die sich aus dem RENTENversicherungsverlauf ergeben.
Das ist NICHT entscheidend. Darin können z.B. Zeiten drin sein, die die zwar pflichtversichert in der Rentenversicherung warst,
jedoch NICHT gesetzlich warst in der Krankenversicherung, weil du z.B. wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze privat versichert warst.

Es stellen sich Fragen, die wenn die Antwort gut wird, zum Erfolg führen müssten.
Hast du NACHWEISE von den Krankenkassen, dass du dort von .... bis .... gesetzlich versichert warst.

Es wäre super, wenn es nicht zu viele Krankenkasse waren.

Du schreibst, dass der Rentenantrag Ende 2002 gestellt wurde.
Dazu ein Hinweis, weil ich mich auch damals (und das ist ja laaaange her) schon mit KVDR usw beschäftigt hatte.

Bis 31.3.2002 war die Regelung bei der KVdR noch so, dass Zeiten der freiwilligen gesetzlichen Versicherung NICHT anzurechnen waren.
Bei den Bestandsfällen (Rentenantrag bis 31.3.2002) bestand ein Wahlrecht für die Personen, ob diese in der freiwilligen Versicherung bleiben wollten oder in die KVdR kamen (da will ich jetzt aber nicht weiter drauf eingehen, weil mega.kompliziert).

Weitere Frage: bis du sicher, dass der Rentenantrag erst Ende 2002 (also nach dem 31.3.2002) gestellt wurde.


Den Kampf, so schätze ich das ein......wirst du sicherlich gewinnen können, wenn du eine gute Hilfe bekommst (du scheinst mir im Moment so, dass du das Ganze amateurhaft eingehst).

Und noch was: wir sollten erst einmal prüfen, ob sich das ganze lohnt.

Der Kampf lohnt sich für dich;
wenn eine Rente (zuzüglich weiterer Einnahmen) unterhalb der Mindestbemessungsgrenze für die freiwillige Versicherung liegt.
(kurz: unterhalb von aktuell 1318 EUR/Monat)

lohnt sich auch, wenn deine Einnahmen oberhalb von 1318 EUR/Monat liegen UND du weitere Einnahmen hast (wie Miete Zinsen, Rente der Berufsgenossenschaft......weil diese nur in der freiwilligen Versicherung beitragspflichtig sind).

Lohnt sich NICHT, wenn
Rente höher als 1318 EUR/Monat ist und die KEINE weiteren Einnahmen hast.


Bei Bedarf erkläre ich dir noch mehr....es sind aber weitere INFOs von dir erforderlich

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 19.03.2026, 12:18

Hallo Heinrich,
danke dir für deine Hinweise.
Nur zur Klarstellung, damit keine Missverständnisse entstehen:
1. Rentenantragstellung
Der Rentenantrag wurde 2002 gestellt.
Die alte Rechtslage zu freiwilligen Zeiten ist daher für meinen Fall nicht relevant.
2. GKV‑Zeiten in der maßgeblichen Rahmenfrist
Innerhalb der KVdR‑Rahmenfrist liegen bei mir ausschließlich gesetzliche Pflichtversicherungszeiten vor:
- Beschäftigung
- Arbeitslosengeld
- Krankengeld
- Übergangsgeld
Eine PKV‑Zeit gab es nur 1994–1995, also vor Beginn der relevanten Rahmenfrist.
3. Nachweise
Die Zeiten sind durch:
- Bescheinigungen der früheren Krankenkasse
- mehrere DRV‑Versicherungsverläufe
- Arbeitgeber‑ und Leistungsnachweise
vollständig belegt.
4. Keine freiwilligen Zeiten in der Rahmenfrist
Ich habe in der relevanten Zeit keine freiwillige Mitgliedschaft, keine Familienversicherung und keine PKV‑Zeiten.
5. Warum ich das Thema heute prüfe
Die damalige KVdR‑Prüfung wurde nicht dokumentiert, und die Unterlagen aus dieser Zeit sind laut Auskunft der Kasse nicht mehr vorhanden.
Deshalb versuche ich heute nachzuvollziehen, wie die damalige Einstufung zustande gekommen sein soll.
Ich freue mich über jeden fachlichen Hinweis, der mir hilft, die damalige Entscheidung nachzuvollziehen.
Viele Grüße
Anto
Zuletzt geändert von Anto am 21.03.2026, 09:36, insgesamt 1-mal geändert.

heinrich
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von heinrich » 19.03.2026, 15:49

Hallo nochmals,

Beginn der Rahmenfrist:
Du schreibst: Anfang der 1980er Jahre.

Es habe das mal so ausgerechnet, dass ich als Beginn den 1.8.1982 genommen habe...als Beginn

Als Ende dann den 06.11.2002

Es geht ja nuuuur um die 2. Hälfte.
Die 2. Hälfte beginnt am 19.09.1992 und endet am 06.11.2002.

Wenn ich die Zeit der privaten Versicherung von 1.1.1994 bis 19.1.1995 mir einmal ansehe, dann fällt diese leider doch in die 2. Hälfte.

Wenn ich also vom 1.8.1982 als erstmalige Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ausgehe und von der 2. Hälfte
vom 19.09.1992 bis 06.11.2002, dann ist die zweite Hälfte 10 Jahre, 1 Monat und 19 Tage.
90 % davon sind 9 Jahre, 1 Monat und 15 Tage.

Nach Abzug der Zeiten der privaten Versicherung , wenn alles nachgewiesen wäre, dann wäre das
9 Jahre, 1 Monate und 1 Tag.

Es FEHLEN danach 14 lächerliche Tage.

WICHTIG: für jedes Kind was du hast oder hattest, wird dir für die Krankenversicherung 3 Jahren Vorversicherung GESCHENKT.
Hattest oder hast du Kinder (auch, falls sie nie gesehen haben solltest oder verstorben sind).
Auch Adoptivkinder, Pflegekinder und Stiefkinder (unter gewissen weiteren Voraussetzungen).


ALSO: wichtig.
Wann war genau der erste Tag der Erwerbstätigkeit und wie sieht es mit den Kindern aus

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 19.03.2026, 19:30

Hallo Heinrich,
Danke für deine Hinweise. :)

Ich möchte im Forum keine weiteren persönlichen Daten oder vollständigen Zeitverläufe offenlegen.
Die KVdR‑Rahmenfrist und die relevanten Versicherungszeiten sind bei mir vollständig belegt und wurden bereits mehrfach geprüft.

Mir geht es im Kern um die Frage aus meinem Eingangspost:
wie man eine Krankenkasse dazu bringt, die KVdR‑Berechnung tatsächlich vorzunehmen bzw. welche Möglichkeiten es gibt, eine solche Berechnung rechtlich durchzusetzen, wenn die Kasse sie trotz vollständiger Datenlage verweigert.
Genau dazu suche ich Erfahrungen oder Hinweise.

Viele Grüße Anto

heinrich
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von heinrich » 19.03.2026, 20:09

Hallo,

nach allem was ich hier lese, dürftest du die Vorversicherung nicht erfüllt haben.
Es sein denn, es kommen Dinge hinzu, die du jetzt nicht mitteilen willst, damit ich eine korrekte Prüfung vornehmen kann.

Wenn du keine Antwort bekommt, kannst du
--den Vorstand anschreiben
--nach einem Gewissen (länger als 6 Monate nach deinen Schreiben) eine Untätigkeitsklage einreichen.

Das Schreiben an den Vorstand wird schon zu 99 % Erfolg bringen.

Mit Erfolg meine ich aber nicht, dass du etwas erreichst, wenn die Voraussetzungen nicht vorliegen (da hast du uns ja nicht alles aufgeführt).
Mit Erfolg meine ich, dass meine dir eine Antwort gibt.

Übrigens...das ärgert dich ja sehr. Schon mal über einen Wechsel der KK nachgedacht.
Eine Idee, wäre mit den Unterlagen dort hin zu gehen. Dort alles bezüglich KVDR prüfen lassen.

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 20.03.2026, 10:07

Hallo Heinrich,
danke dir für deine Einschätzung.
Die Vorversicherungszeiten sind bei mir vollständig erfüllt und durch Unterlagen sowohl der Krankenkasse als auch der DRV belegt.
Mir geht es daher weniger um die Prüfung der Voraussetzungen, sondern um die Frage, wie man eine Krankenkasse dazu bringt, die KVdR‑Berechnung tatsächlich vorzunehmen, wenn sie diese trotz vollständiger Datenlage verweigert.
Eine Untätigkeitsklage (§ 88 SGG) ist grundsätzlich sinnvoll, wenn eine Krankenkasse über 6 Monate hinweg nicht entscheidet.
In meinem Fall geht es jedoch nicht um Untätigkeit, sondern um eine falsche Entscheidung ohne Berechnung, ohne Bescheid und ohne nachvollziehbare Unterlagen.
Das ist ein ganz anderer Sachverhalt.
Viele Grüße Anto

heinrich
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von heinrich » 20.03.2026, 14:52

Hallo Anto,

von Forensanfragern ist es teilweise üblich, dass man nur so lala Auskünfte bekommt.
Das mag ich einem Laien verzeihen.

Du scheinst mir aber nicht dum zu sein.

Auf meine konkreten Fragen, hast du leider nicht geantwortet.
Ich habe schon seeehr viel Zeit in meine Berechnungen und Gedanken gesteckt.
Und dann muss man das ja auch noch hier niederschreiben. Das kann ich rechtlich kompliziert.
Ich versuche das aber immer so, dass der Fragesteller das dann auch noch versteht.
Das kostet mich dann noch mehr Zeit.
Vielleicht denkst, du..... ach der hat das mal so in 5 Minuten hier geschrieben.
Nein mein Lieber Anto. Die Recherche und Gedanken haben bereits jetzt viele Stunden in Anspruch genommen.

Da du nicht konkret geantwortet hast, kann ich dir ; nein will ich dir jetzt hier nicht mehr zu Seite stehen.

vikingz
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von vikingz » 20.03.2026, 16:16

Anto hat geschrieben:
20.03.2026, 10:07
In meinem Fall geht es jedoch nicht um Untätigkeit, sondern um eine falsche Entscheidung ohne Berechnung, ohne Bescheid und ohne nachvollziehbare Unterlagen.
Hallo,

Ich habe jetzt anders als mein Vorredner den Sachverhalt nicht im Detail nachvollzogen, möchte aber etwas zur Ausgangsfrage beitragen.

Es gibt Verjährungs-, Widerspruchs- und Aufbewahrungsfristen aus guten Gründen, und wenn alle diese Fristen abgelaufen sind, dann ist an der Sache irgend wann nicht mehr zu rütteln.

Wenn Sie schreiben, dass Sie ohne jeglichen Antrag, Bescheid und Unterlagen "damals" in die freiwillige Krankenversicherung gerutscht sind, dann müsste Ihnen das ja eigentlich trotzdem irgendwie aufgefallen sein. Schlussendlich handelt es sich ja um eine Selbstzahlermitgliedschaft, im Unterschied zu einer Pflichtversicherung, bei der die DRV die Beiträge abgeführt hätte. So ganz ohne alles kann das schwerlich abgelaufen sein, auch wenn das jetzt möglicherweise nicht mehr anhand von Unterlagen nachvollziehbar ist. Irgendwie haben Sie ja Ihren Beitrag offensichtlich gezahlt bzw. abbuchen lassen. Damit geht keine zwangsläufige Anerkennung einher, schon klar, aber aus irgendeinem Grund muss man den Versicherungsstatus logischerweise mal zur Kenntnis genommen haben, und das nicht erst kürzlich.

Einen Überprüfungsantrag kann man natürlich immer stellen, da bin ich auch bei meinen Vorrednern. Wenn nichts passiert: Vorstandsbeschwerde und Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Wenn selbst Vorstand und Aufsichtsbehörde dem Anliegen nicht folgen, dann würde ich in Erwägung ziehen, meine Freizeit mit anderen Inhalten zu füllen.

Kehlchen
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Kehlchen » 21.03.2026, 00:25

Hallo Anto

Ich würde zunächst bei der Krankenkasse schriftlich nachweisbar um Auskunft bitten, aufgrund welches § du freiwillig versichert bist bzw. welcher Sachverhalt dazu führt, dass du freiwillig versichert bist. Die KK ist auskunftspflichtig.

Dass du nicht in der KVdR eingestuft bist, ist nach meiner Logik der nächste Schritt. Für mich (nicht Mitarbeiter einer KK) erschließt sich aus deinen Angaben nicht, dass du nach jahrelanger Pflichtversicherung jetzt freiwillig versichert bist. Im SGB V findest du die Voraussetzungen für die freiwillige Versicherung bzw. die Ausschlussbedingungen für eine Pflichtversicherung.
Was auch manchmal verwechselt wird, sind die freiwillige Mitgliedschaft und die sog. Auffangversicherung (§ 5 ?) weil sich die Bedingungen der Beitragszahlung m.W. nicht unterscheiden. Vielleicht muss jemand nicht ins SGB V schauen, um die entsprechenden §§ einzustellen und ist so lieb, sie zu ergänzen. Eine Nachfrage bei deiner KK sollte zunächst genügen für die Klärung, mit welchem Status du geführt wirst.

MfG Kehlchen

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 21.03.2026, 09:38

Hallo Kehlchen, hallo vikingz,
vielen Dank für eure Beiträge.
Die Frage nach dem konkreten Rechtsgrund für meine damalige Einstufung habe ich bereits vor mehreren Monaten schriftlich bei der Krankenkasse gestellt – also die Auskunft, auf welcher gesetzlichen Grundlage ich damals als freiwilliges Mitglied geführt wurde und wie die KVdR‑Prüfung durchgeführt wurde.
Leider wurde mir bis heute weder ein Bescheid noch eine Berechnung noch eine nachvollziehbare Begründung vorgelegt.
Mir geht es daher weniger um die Prüfung der Voraussetzungen an sich, sondern um die Verfahrensfrage:
Wie bringt man eine Krankenkasse dazu, die gesetzlich vorgeschriebene KVdR‑Berechnung tatsächlich vorzunehmen, wenn sie diese trotz vollständiger Datenlage nicht durchführt, nicht dokumentiert oder keine Unterlagen mehr vorlegen kann?
Genau zu dieser Frage suche ich Erfahrungen oder Hinweise.
Viele Grüße Anto

Czauderna
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Czauderna » 21.03.2026, 09:51

Hallo,
du willst ja wissen von der Krankenkasse warum du, obwohl du recherchiert hast, dass die Voraussetzungen doch erfüllt sind trotzdem nicht seinerzeit in die KVdR konntest. Ich habe als Info noch das hier gefunden - https://rentenbescheid24.de/renten-abc/ ... -der-kvdr/
Ich meine, dass dir hier nur der Rechtsweg übrig bleibt.
Gruss
Czauderna

Anto
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Re: KVdR trotz erfüllter Voraussetzungen abgelehnt – Erfahrungen mit falscher Einstufung?

Beitrag von Anto » 21.03.2026, 10:18

Hallo Czauderna,
vielen Dank für den Hinweis.
Da mehrere schriftliche Auskunftsanfragen von der Krankenkasse unbeantwortet geblieben sind, werde ich den Rechtsweg nun einschlagen.
Wäre ich seinerzeit gesundheitlich in der Lage gewesen, die damalige Einstufung selbst zu prüfen, hätte sich dieser Schritt vermutlich vermeiden lassen – aber besser spät als nie.
Viele Grüße Anto

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