Welche Krankenkasse kann/soll/darf ich auswählen

Fragen zu einzelnen Krankenkassen

Moderator: Czauderna

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frisky.007
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Welche Krankenkasse kann/soll/darf ich auswählen

Beitrag von frisky.007 » 03.08.2010, 09:21

Guten morgen allerseits!

Ich habe etwa kompliziertes Problem mit der Auswahl meiner GKK. Kurz zu meiner Vorgeschichte. Ich war von 2001 bis 03.2010 bei der DAK als Student versichert. Im vorherigen Wintersemester wurde ich 30 (leider zu lange an der Uni verweilt) und damit endete die Pflicht der DAK zur günstigen studentischen Versicherung. Das wurde mir ordentlich mitgeteilt. Ich hatte aber zu dem Zeitpunkt den normalen freiwilligen Beitrag nicht stemmen können. Daher habe ich mich über die europäische Versicherungskarte in der bulgarischen Krankenkasse versichern lassen (als arbeitsloser Student war das meine einzige Wahl). Unglücklicherweise habe ich so genau Mitte März einen Antrag bei der DAK gestellt gehabt, der wurde konsequent abgeblitzt…

So jetzt hat sich der Blatt gewendet. Ich habe ein reguläres Job gefunden und muss mich für eine Versicherung entscheiden. Manche sagen, ich muss noch mal zu der DAK. Ich habe extra bei der DAK nachgefragt, selbst die haben mir widersprüchlichen Infos mitgeteilt – einmal musste ich laut deren Aussagen zu denen zurück. In einer anderen DAK Geschäftsstelle (andere Bundesland) wurde mir gesagt, ich bin formal gar nicht mehr bei denen versichert und ich habe die freie Wahl.

So jetzt vorausgesetzt ich kann mich wirklich frei entscheiden, muss ich eine neue GKK wählen. Ich habe IKK Südwest, die Technische Krankenkasse sowie … die DAK ins Auge gefasst. OK es ist so, dass die ersten beiden z.Z. keine Zusatzbeiträge haben. Es gibt aber zwei andere Überlegungen: erstens was passiert mit meiner Pflegeversicherung, die ich bei der DAK als Student bezahlt habe, durch die Unterbrechung die ich hatte. Zweitens, ich habe im Mund einen schiefliegenden Zahn im Kiefer, der irgendwann entfernt werden muss, und darauf ein Implantat wünschenswert wäre, da sonst zwei Zähne geschliffen werden müssen. Die DAK hat die 1100 höchstkosten Grenze für Implantate (dentNet oder wie es heißt). Bei der IKK wäre eine Zusatzversicherung i.H.v. 10€ (evtl. auch 14€) fällig. Bei der TK wäre diese um die 12€.

Ich habe mich bereits hier im Forum informiert, sowie einige Vergleiche gelesen
http://krankenkassen-direkt-vergleich.d ... dwest.html
http://krankenkassen-direkt-vergleich.d ... .-dak.html
http://krankenkassen-direkt-vergleich.d ... dak-2.html
-http://www.krankenkassentarife.de/krank ... gleich.htm
(bei der letzten Stelle, je nachdem ob ich alles auf niedrig, mittel oder hoch setze kommen als Resultate TK oder DAK, die IKK Südwest ist eigentlich in hinteren Bereichen)

Nach alle diesen Informationen, kann man sich vorstellen, welche Schwierigkeiten ich habe, eine informierte Entscheidung zu treffen. Ich würde mich freuen, wenn kompetente und konstruktive Vorschläge von Ihnen geäußert werden, die mir die Wahl klarer machen und erleichtern. Danke im Voraus und viele Grüße

frisky.007
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neue Formulierung meiner Frage

Beitrag von frisky.007 » 04.08.2010, 10:49

Hallo,

ich habe leider keine Meinungen oder Antworten erhalten, deshalb schreibe ich meine Frage um:

Vorausgesetzt ich kann als Berufsanfänger frei meine Krankenkasse wählen und ich habe die Wahl zw. Techniker KK, DAK und IKK Südwest eingeschränkt, welche KK werdet Ihr mir raten, wenn in 1 bis 2 Jahren noch eine Zahnimplantat im Mund notwendig wird.

Meine weitere Frage bezieht sich auf die Zusatzversicherungen welche von GKV (in Kooperationen) angeboten werden. Alle drei Kassen bieten solche Versicherungen in Kooperationen an. In wie fern ist es ratsam eine solche Versicherung abzuschließen. Was ist eine vernünftige Beitragshöhe (mit gute Preis-Leistungsverhältnis) bzw. bei welchem Anbieter. Kann man eine gute und Krankenkassenunabhängige ärztliche Zusatzversicherung abschließen und wo?

Danke und Grüße

wolf
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Beitrag von wolf » 04.08.2010, 17:23

Hallo frisky.007,

so ganz werde ich aus Deinem Beitrag nicht schlau. Wo hattest Du seit dem 01.04.2010 Deinen Wohnitz?

Wenn dieser im Inland war, besteht hier m.E. eher das Problem einer Versicherung nach § 5, Abs. 1, Nr. 13 als die Wahl einer bestimmten GKV.

Wenn Du also zuletzt bis 31.03.10 bei der DAK versichert warst, musst Du auch deine Mitgliedschaft rückwirkend ab diesem Zeitpunkt dort fortsetzen, selbst dann wenn Du beispielsweise ab 01.08.2010 ein versicherungspflichtes Beschäftigungsverhältnis hast. Selbstverständlich kannst Du dann die Mitgliedschaft mit der regulären Kündigungsfrist (volle zwei Kalendermonate nach Eingang der Kündiung) beenden.

Zum Thema Zusatzversicherungen: Viele Gesellschaften bieten die unterschiedlichsten Zusatztarife an. Oft in Kooperation mit der jeweiligen GKV. Erfahrungsgemäss sind die Einsparungen für den Versicherten eher dürftig. Meines Wissens bietet bsp. die Universa gerade im Zahnbereich sehr gute Leistungen an und werden im Rahmen von einigen Bonusprogrammen der GKV bezuschusst.

Ich empfehle Dir Dich zu diesem Thema an einen Makler Deines Vertrauens zu wenden. Oft bestehen allerdings Wartezeiten oder für geplante Massnahmen besteht ein Lesitungsausschluss.

frisky.007
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Beitrag von frisky.007 » 05.08.2010, 09:14

Hallo Wolf,

danke für Deine Antwort. Mein Anliegen mag kompliziert erscheinen, ist aber nicht so. Ich habe bereits mehrmals gesagt bekommen, dass ich zurück zu DAK muss, aber auch, dass ich frei wählen kann (interessanterweise sind die zwei widersprüchlichen Meinungen auch von der DAK Mitarbeiter vertreten worden). Im Endeffekt mir liegt ein Schreiben von der DAK vor, in dem sie mich informiert haben, dass ich nicht mehr bei denen Mitglied bin.

Zu Deiner Frage - ich hatte die ganze Zeit mein Wohnsitz hier in DE (Saarland). Versichert war ich über die Europäische Krankenversicherungskarte (und ich habe Leistungen in Anspruch genommen).

Und jetzt zu meiner Frage - wenn ich meine Wahl unter Techniker Krankenkasse, IKK Südwest und AOK Saarland (ich weiß nicht ob ich da überhaupt rein kann, da ich nach Rheinland-Pfalz ziehen muss) einschränke, fällt es mir echt schwer eine Entscheidung zu treffen. Von den Meinungen die ich bis jetzt gefunden habe, kann ich evtl. keine eindeutigen Schlüsse ziehen – entweder sind die sehr positiv, oder sehr negativ. Fest für mich steht nur, dass solange man gesund ist, läuft alles weitgehend unproblematisch. Interessant sind aber Kulanzfälle mit kann-Leistungen der Kassen – Akkupunktur usw. Gibt es da grundsätzlich eine objektive Infoquelle, die mir behilflich sein kann.

Danke und Viele Grüße

wolf
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Beitrag von wolf » 05.08.2010, 11:48

Hm,

so richtig sehe ich noch nicht durch. Du hast dann also in Bulgarien studiert und von denen diesen Berechtigungsschein erhalten mit dem Du hier in Deutschland zum Arzt gehen kannst. Wieso dann die DAK bis zum 31.03.10 die KVdS durchgeführt hat, erschliesst sich mir immer noch nicht...Oder begann dieses Studium in Bulgarien erst nach diesem Termin? Nunja...egal.

Aber deine eigentliche Frage richtet sich ja nach der Wahl einer einer bestimmten GKV.

Zwichen den einzelnen Kassen bestehen eher wenig Unterschiede. Die Leistungen im Sozialgesetzbuch sind festgeschrieben. Alles andere ist eher "Geschmacksache". Unterschiede gibt es in den Bonusprogrammen, evtl. im Serviceangebot.

Ich empfehle mal einige Kassen anzurufen und zu "testen". Wie ist die Erreichbarkeit (gibt es z.B. Warteschleifen), die Freundlichkeit und die Kompetenz. Wie sehr bemüht sich die Kasse, Dich als Kunden zu gewinnen.

Einen direkten neutralen Vergleich im Internet oder sonstwo wirst Du nicht finden. Einige Kassen sträuben sich alle Mehrleistungen ungefiltert zu veröffentlichen (Immerhin wollen viele Kassen nicht um jeden Preis jedes Mitglied).

Es gibt zwar diverse Vergleichsprogramme im Netz, ich traue denen jedenfalls nicht über den Weg) Außerdem sind diese oft nicht aktuell und alles andere als neutral. Das trifft übrigens auch auf Ratings zu, die Kassen gerne mal zur gezielten Mitgliederwerbung nutzen (und auch bezahlen).

Alos...ein Königsweg gibt es nicht. Letzendlich wird es eine "Bauchentscheidung". Und wie gesagt, ein grossen Risiko ist mit der Entscheidung (anders als ggf. bei der PKV) nicht verbunden.

RHW
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Beitrag von RHW » 06.08.2010, 23:38

Hallo,

teilweise gibt es bei der Verbraucherzentrale vor Ort oder bei der Stiftung Warentest im Internet hilfreiche Vergleiche.

Bei einer bereits absehbaren teuren Zahnbehandlung wird es m.E. später immer Probleme mit der Zusatzversicherung geben.
Für alle Privatversicherungen gilt: "Ein brennendes Haus kann man nicht versichern".

Gruß
RHW

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