KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

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Moderator: Czauderna

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Bismarck52
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KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Bismarck52 » 29.08.2019, 12:53

Hallo,
ich bin seit November AU aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung und mittlerweile in wöchentlicher Therapie. Nun hat die KK den MDK beratend hinzugezogen und dieser schätzt meine Erwerbsfähigkeit als erheblich gefährdet bzw. gemindert ein. Eine medizinische Reha könnte allerdings meine Situation verbessern. Sie empfehlen einen Reha-Antrag bei der DRV zu stellen.

Im Schreiben steht u.a. drin:

Nur wenn Sie den Reha-Antrag stellen, dürfen wir Ihnen weiterhin Krankengeld zahlen. Ausnahme: Sie teilen uns wichtige Gründe mit, die gegen einen Reha Antrag sprechen.
Frage: Wenn ich wichtige Gründe mitteile, erhalte ich weiterhin Krankengeld?

Dann wird auf die 10 Wochen Frist Bezug genommen.

Im weiteren Verlauf steht, dass ich aber gerne meine Meinung zu der Einschätzung des MDK kundtun darf und innerhalb der nächsten zwei Wochen ihnen mittteilen soll, falls ich mit der Einschätzung des MDK nicht einverstanden bin.
Abschließend dann noch die Mitteilung, dass sie ohne Rückmeldung von mir anhand der vorliegenden Unterlagen entscheiden werden, ob sie mich zu einem Reha-Antrag auffordern.
Beigefügt sind die Vordrucke G0100, G0115, G0600.

Ich habe gelesen, dass ich bei der KK nachfragen kann, welches Ermessen sie genutzt hat und welche Gründe sie bewogen haben, mich dazu aufzufordern.
Frage: Ist es sinnvoll, das zu machen? Insbesondere im Hinblick, dass sie die Aufforderung zunächst zurückzunehmen. Gibt es dazu Fristen?

Abschließend noch die Frage: Das Schreiben ist auf den 22.08 datiert, Poststempel ebenso. Habe das Schreiben aber erst gestern (28.08) erhalten. Da ist es schwierig, die zwei Wochen Frist einzuhalten. Kann ich telefonisch um Fristverlängerung bitten? Sinnvoll?

Generell ist es für mich in Ordnung, dass ich eine Reha mache. Eigentlich kommt für mich nur eine stationäre in Frage. Allerdings möchte ich noch nicht jetzt. Die Probleme sind, dass meine Kinder für die Eingewöhnung in die Kita Zeit gebraucht hatten und noch immer nicht so richtig angekommen sind. Wenn ich plötzlich für 6 Wochen weg bin, wäre es für die sicherlich ein Rückfall. Des Weiteren hat mein Vater Pflegestufe 4 bei einer tödlich verlaufenden Krankheit. Hier unterstütze ich meine Mutter und ihn so gut wie ich kann, da wir noch kein adäquates Pflegeteam gefunden haben.
Für mich wäre das also eine ziemliche zusätzlich Belastung in eine stationäre Reha zu gehen. Meine Gedanken wären ständig zu Hause und ich könnte mich nicht auf die Reha konzentrieren, solange diese Dinge nicht geklärt sind.
Frage: Wären das wichtige Gründe, die zunächst gegen einen Reha-Antrag sprechen?
Danke.

Czauderna
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Czauderna » 29.08.2019, 14:05

Hallo,
zunächst mal ein Lob an deine Krankenkasse - so, wie geschildert und wiedergegeben ist das vollkommen korrekt. Es liegt ein entsprechendes MDK-Gutachten vor und man hat dir in dieser Aufforderung aber auch die Möglichkeit gegeben (Anhörung), dich dazu entsprechend zu äussern - so soll es sein. Du hast jetzt die Möglichkeit, wenn du der Meinung bist, dass eine Reha-Massnahme in ca. 12 Wochen für dich zu früh ist, und dein Arzt diese Meinung möglichst auch teilt, dies der Kasse mitzuteilen. Die Kasse entscheidet dann ob die Aufforderung, incl. der gesetzten 10-Wochen-Frist, aufrechterhalten wird oder dass die Aufforderung ausgesetzt wird.
Krankengeld erhälst du in jedem Fall für die gesetzte 10-Wochen-Frist und natürlich ggf. auch darüber hinaus.
Gruss
Czauderna
PS. mit den zwei Wochen für die Anhörung , da würde ich mir kein Kopp machen - das ist keine Frist, die irgendwelche Folgen hat. Wenn du willst, kannst den Eingang der Aufforderung schriftlich bestätigen und deine ausführliche Begründung schon mal ankündigen

Bismarck52
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Bismarck52 » 30.08.2019, 16:58

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wäre folgender Ablauf dann sinnvoll?
  • 1. Schritt: Zunächst teile ich der KK die Gründe mit, die gegen einen Reha-Antrag sprechen. Wären denn die in #1 genannten Gründe (Pflege des Vaters, Eingewöhnung Kita) Grund genug, dass die KK zunächst Abstand von der Aufforderung zur Reha nimmt?
  • 2. Schritt (evtl.): Wenn die KK ihrer Aufforderung aufrecht erhält, dann würde ich nachfragen, welches Ermessen sie genutzt hat und welche Gründe sie bewogen haben. Des weiteren würde ich die Bewertung des MDK anfordern.
  • 3. Schritt (evtl.): Widerspruch.

Czauderna
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Czauderna » 31.08.2019, 10:34

Bismarck52 hat geschrieben:
30.08.2019, 16:58
Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wäre folgender Ablauf dann sinnvoll?
  • 1. Schritt: Zunächst teile ich der KK die Gründe mit, die gegen einen Reha-Antrag sprechen. Wären denn die in #1 genannten Gründe (Pflege des Vaters, Eingewöhnung Kita) Grund genug, dass die KK zunächst Abstand von der Aufforderung zur Reha nimmt?
Ich denke, das wird die Kasse so nicht akzeptieren, zumal diese Gründe beide dafür sprechen die Arbeitsunfähigkeit als solches in Frage zu stellen, meine Meinung
  • 2. Schritt (evtl.): Wenn die KK ihrer Aufforderung aufrecht erhält, dann würde ich nachfragen, welches Ermessen sie genutzt hat und welche Gründe sie bewogen haben. Des weiteren würde ich die Bewertung des MDK anfordern.
Wenn überhaupt, dann können, so wie geschildert wirklich nur medizinische Gründe gegen eine zeitnahme Reha sprechen, wobei nochmals betont werden muss, ob 12-14 Wochen bei Ausnutzung der vollen 10-Wochen-Frist noch als zeitnah gelten. Die Kasse wird da sicher den MDK einschalten, meine ich
  • 3. Schritt (evtl.): Widerspruch.
Widerspruch kann sich nur ergeben, wenn ein entsprechender ablehnender Bescheid der Kasse vorliegt und da kommt es eben auf die Begründung an, meine ich
Also ich persönlich, wenn ich in der Sitaution wäre, ich würde meinen Reha-Antrag eine Woche vor Ablauf der Frist stellen und dann abwarten wie lange die Bearbeitung bei der Rentenversicherung dauert . vielleicht hat sich ja in dieser Zeit die Sachlage etwas verändert - Widerspruch, z.B. mit der medizinischen Begründung der Reha-Unfaehigkeit geht auch noch nach der Bewilligung. Das würde ich so machen !!
Gruss
Czauderna

eulig
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von eulig » 01.09.2019, 18:45

Bismarck52 hat geschrieben:
30.08.2019, 16:58
...Gründe (Pflege des Vaters, Eingewöhnung Kita
der Grund "Pflege des Vater" wird dir sicherlich nicht anerkannt, da dieses Problem ja immer bestehen wird. auch wenn du den Antrag erst nächstes Jahr stellen würdest. und die Eingewöhnung in die Kita, das berechtigt höchstens eine bewilligte Reha um z.B. einen Monat nach hinten zu verschieben.

ich sehe es wie Czauderna, zögere den Antrag auf das Ende der 10 Wochen-Frist hinaus. was anderes kannst du nicht machen.

der Kollege Czauderna ist ja bereits raus aus dem Tagesgeschäft, ich steck noch zu sehr drin. deshalb erlaube mir die Frage: warum bist du nicht interessiert so schnell wie möglich in Reha und wieder auf die Beine zu kommen. das erschließt sich mir als Sachbearbeiter oft nicht. zumal ich selbst schwer krank bin und auch einen gewissen Einblick ins Kranksein habe.

Bismarck52
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Bismarck52 » 05.09.2019, 14:43

eulig hat geschrieben:
01.09.2019, 18:45
das berechtigt höchstens eine bewilligte Reha um z.B. einen Monat nach hinten zu verschieben.
1 Monat nach hintern verschieben wäre schon mal was.
eulig hat geschrieben:
01.09.2019, 18:45
deshalb erlaube mir die Frage: warum bist du nicht interessiert so schnell wie möglich in Reha und wieder auf die Beine zu kommen.
Ich will wieder auf die Beine kommen und am Leben teilnehmen können. Ich habe mich ja schon selber mit Möglichkeiten der Reha auseinandergesetzt, weiß schon, in welche Klinik ich möchte und hätte aus eigenen Stücken selber den Rehaantrag gestellt.
Das Problem sind aktuell u.a. die beiden großen Baustellen, die ich habe.

Meine Vorstellung war/wäre, die Reha im Januar zu beginnen. Dann ist es höchstwahrscheinlich so, dass diese persönlichen Baustellen beseitigt worden sind.

Kann ich diesbezüglich nicht mit der KK sprechen, dass sie mit der Aufforderung bitte noch etwas warten oder werden sie eher an der Ankündigung der Aufforderung festhalten und ich muss über den Weg
Czauderna hat geschrieben:
31.08.2019, 10:34
Widerspruch, z.B. mit der medizinischen Begründung der Reha-Unfaehigkeit [...] nach der Bewilligung
gehen, um erst im Januar mit der Reha starten zu können?

Czauderna
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Czauderna » 05.09.2019, 15:58

Hallo,
natürlich kannst du mit der Kasse reden, allerdings ist doch die Frage ob deine Kasse deinem Wunsch entspricht und dir aus den von dir genannten Gründen heraus einen Monat oder noch länger weiter Krankengeld zahlt.
Ich schätze mal, dass der Fristablauf (10 Wochen) in der ersten Novemberwoche liegen wird, wenn wir für die Bearbeitung ca. 2 Wochen dazu rechnen, sind wir bei Mitte November und dann könnte es tatsaechlich noch sein, dass du noch vor Weihnachten deine Reha antreten muesstest und diese auch noch vor Weihnachten wieder enden würde ( 3 Wochen). Eine Reha über Weihnachten und Sylvester hinaus wird es nach meinen Erfahrungen nicht geben und wieso wäre die Lage ab 02.01.2020 dann eine andere ?
Du hast auch schon eine Wunscheinrichtung - dann vergiss nicht, diese auch gleich im Antrag mit anzugeben.
Gruss
Czauderna

Bismarck52
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Bismarck52 » 06.09.2019, 08:38

Czauderna hat geschrieben:
05.09.2019, 15:58
noch vor Weihnachten deine Reha antreten muesstest und diese auch noch vor Weihnachten wieder enden würde ( 3 Wochen)
Keine 3 Wochen, das wäre bei meinem Befund 6 Wochen! Also würde die 6 Wochen Reha eigentlich über Weihnachten/Neujahr gehen und dann wohl nach deiner Aussage (keine Reha während Weihnachten/Neujahr) unrealistisch.
Czauderna hat geschrieben:
05.09.2019, 15:58
und wieso wäre die Lage ab 02.01.2020 dann eine andere ?
Dieses Jahr wäre die Weihnachtszeit mit meinen Eltern zusammen die letzte. Ich könnte mit diesen Gedanken mich einfach nicht komplett auf die Reha einlassen.

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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von eulig » 06.09.2019, 12:45

ohne dir zu Nahe zu treten zu wollen, aber warum soll die Allgemeinheit dein Krankengeld länger zahlen als notwendig wäre, wenn du deine endlich mal eine Reha antreten würdest?

das ist doch alles kein Wunschkonzert. jeder von uns hat ein privates Packerl zu tragen. es geht hier vorrangig darum dich wieder arbeitsfähig zu bekommen und dir nicht dauerhaft Freizeit zu verschaffen.

tut mir leid, wenn ich dir damit evtl. auf die Füße trete, aber bringt ja auch nichts dir gut zuzureden, wenn du unnütz Zeit für den Genesungsprozess verschwendest.

Einfachich
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Einfachich » 06.09.2019, 23:21

Hallo eulig,

Du bist Sachbearbeiter der KK? Somit hast Du keinerlei Ausbildung in Psychologie. Es geht um Wirtschaftlichkeit.

Das verrückte daran ist dass dieses Denken langjährig viele Kosten nach sich zieht. Ein Mensch ist kein Roboter und ich denke nicht dass die Fragestellerin langfristig gesund wird wenn sie dann noch ein Päckchen mehr ihr Leben lang mit sich rumtragen wird.

Eine Reha verspricht nur Erfolg wenn jemand schon fast gesund ist und hin will, alles andere verschlechtert das Ergebnis langfristig. Es geht nicht um Freizeit, wer nicht halbwegs konzentriert arbeiten kann fliegt, dann zahlt die Allgemeinheit auch und der Kranke wird noch kränker.

Menschen sind keine Maschinen die man per Zwang "gesund" bzw. funktionierend bekommt. Ich wünsche Dir ehrlich dass Du nie in eine Notsituation gerätst, und wenn doch dann kannst Dir überlegen wie Du mit Menschen umgegangen bist. Wäre schade wenns Dir dann besser ginge.

Achja, dass die Kinder Schaden nehmen könnten ist Dir auch egal. Das ist dann die nächste Generation.

Gruß

Czauderna
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von Czauderna » 07.09.2019, 09:51

Hallo,
bitte achtet darauf, dass es in diesem Thread nicht zu Allgemein wird - danke.
Gruss
Czauderna

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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von eulig » 07.09.2019, 17:45

Einfachich hat geschrieben:
06.09.2019, 23:21
Eine Reha verspricht nur Erfolg wenn jemand schon fast gesund ist und hin will, alles andere verschlechtert das Ergebnis langfristig. Es geht nicht um Freizeit, wer nicht halbwegs konzentriert arbeiten kann fliegt, dann zahlt die Allgemeinheit auch und der Kranke wird noch kränker.
der Fragesteller wurde bereits durch den MDK geprüft. dieser hat befunden, dass es Zeit für eine Reha wird, und dies der Gesundheitszustand auch so schon hergibt. sonst würde die Kasse ja wohl kaum die 10-Wochen-Frist anwenden.

und wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, würdest du wissen, dass ich selbst schwer erkrankt bin. ich hab das auch schon alles durch und bin kein Theoretiker der unwissend irgendwelche Fallnummern bearbeitet.

sundancere20j
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Re: KK fordert mich auf, einen Reha-Antrag zu stellen. Aufschieben möglich?

Beitrag von sundancere20j » 13.09.2019, 08:10

Guten Morgen in die Runde,

ich bin neu hier und habe mich freischalten lassen für das Forum, weil ich selbst schon längere Zeit mitlese und mir der ein oder andere Thread für mein persönliches Vorgehen einige wichtige Aspekte lieferte und sehr geholfen hat. Insoweit also eine echt gute Sache. Vielen Dank. :D

Da ich nun selbst einige Zeit Erfahrungen im Umgang mit meiner Krankenkasse sammeln durfte, möchte ich diese gern nutzen und an der ein oder anderen Stelle unterstützen.

Bezugnehmend auf den ursprünglichen Thread dieses Themas hier fällt mir auf, dass der Eingangspost wie folgt beginnt
Bismarck52 hat geschrieben:
29.08.2019, 12:53
Hallo,
ich bin seit November AU aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung und mittlerweile in wöchentlicher Therapie. Nun hat die KK den MDK beratend hinzugezogen und dieser schätzt meine Erwerbsfähigkeit als erheblich gefährdet bzw. gemindert ein. Eine medizinische Reha könnte allerdings meine Situation verbessern. Sie empfehlen einen Reha-Antrag bei der DRV zu stellen.

...
Hierbei frage ich mich schon seit der Erstellung des Threads: "Fand denn tatsächlich eine persönliche Begutachtung des MDK/SMD statt?"

Lässt sich nicht so ganz aus dem Satz ableiten, sondern nur mutmaßen.

Weiß zwar nun nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber gerade bei psychiatrischen Krankheiten darf keine Beurteilung des Sachverhalts nach Aktenlage vorgenommen werden.

Insoweit wäre hier, wenn tatsächlich keine persönliche Begutachtung vorgenommen worden ist, der Punkt einzuhaken. Mir hat es in genau diesem Fall geholfen Widerspruch einzulegen, die KK aufzufordern das Gutachten an mich herauszugeben, was sie nicht konnte, weil keines vorlag, und somit wurde dem Widerspruch abgeholfen.

Nachdem meinem Widerspruch abgeholfen wurde, kam prompt auch die Einladung zur Begutachtung. Jedoch ist es im Rahmen der Gutachtertermine so, dass ich dort jeweils gefragt werde, ob ich eine medizinische Reha möchte. Dort sitzt niemand, der mir bislang gesagt hätte, dass ich eine machen muss.

Da ich wirklich seit Beginn meiner Krankheit alles mögliche unternommen habe, um einen positiven Behandlungserfolg zu gewährleisten, lässt man mich meiner Meinung nach auch in Ruhe machen. Das ist es, was die Krankenkassen sicherstellen müssen und wollen, nämlich den Behandlungserfolg und nach Möglichkeit eine schnellstmögliche Überwindung der Arbeitsunfähigkeit.

Da die Frist zum Widerspruch noch nicht abgelaufen ist bei Dir, Bismarck52, könntest Du also bei entsprechend fehlender persönlicher Begutachtung noch gegen die Kasse vorgehen und wärest damit dann entsprechend erfolgreich, da dieser Fehler durch die Kasse nicht nachträglich geheilt werden kann, wie beispielsweise eine fehlende Anhörung.

Viele Grüße
sundancer

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