Gehälter der Kassenvorstände

Informationen zu Fusionen, Zusatzbeiträgen und Beitragsausschüttungen der gesetzlichen Krankenkassen

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Lady Butterfly
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Beitrag von Lady Butterfly » 01.05.2013, 19:08

verdienen dann Kassenvorstände, Intendanten zuviel,
oder ne Kanzlerin zu wenig.
Achtung: mit der Frage, ob das Gehalt der Kanzlerin im Vergleich zu anderen - z. B. Sparkassen-Chefs - zu hoch oder zu niedrig ist, haben sich schon andere die Hände verbrannt :oops: :oops:

KKA
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Beitrag von KKA » 01.05.2013, 19:21

roemer70 hat geschrieben:Bei aller Sozialromantik und Champions-League-Euphorie hätte ich trotzdem gerne noch eine Antwort auf meine Fragen. :wink:

Welches Gehalt ist für einen Kassenvorstand angemessen?
Woran soll man es bemessen?
Sozialromantik....ersetze romantik mit kritik, dann stimmt's. :wink:

Ich sitze weder im Aufsichtsrat einer Krankenkasse, noch fungiere ich als Lebensberater für Kassenvorstände. :lol:
Roemer, anhand welchen Instrumentes soll ich die Angemessenheit deren Saläre beurteilen (können)? Mir ging es primär um die unverschämte prozentuale Anhebung..... für ohnehin betuchte Vorstände - im Gegensatz zu den mageren Einkommensteigerungen des ONVs und den Rentnern.
Aber immerhin haben Kassenangestellte offenbar ebenso in den großen Topf greifen dürfen. Glückwunsch! (PS. Ich bin kein Neider.....wie dem Durchschnittsmichel immer wieder gerne, vor allem aus dem Lager der Gelbsüchtigen, unterstellt wird). :!: :D

Gruss
KKA

roemer70
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Beitrag von roemer70 » 01.05.2013, 21:58

Hallo KKA,

aus dem großen Topf hat Poet wohl die kräftigeren Schlucke bekommen, meine Erhöhungen der letzten Jahre waren sehr überschaubar. :wink: Aber Grund zur Beschwerde sehe ich auch bei mir nicht - ich bin zufrieden.

Warum ich auf meiner Frage herumritt:
Wenn das jetzige Einkommen nach der Steigerung gerechtfertigt bzw. angemessen ist, ist es gleichzeitig auch die Höhe der Steigerung. Und wie schwierig die Beurteilung dessen ist, sehen wir ja.
Deshalb empfinde ich den medialen Kanon "überbezahlt / gierig" als falsch - zumal mir kein Kritiker bislang eine Begründung für andere Werte liefern konnte.

Lady Butterfly hat im Übrigen einige sehr interessante Fragen aufgezählt.
Fragen, die mittlerweile politisch auch jenseits der SPD / Linken ernsthaft diskutiert werden und auch schon einige Fortschritte erfahren haben. Der Weg zu mehr Gerechtigkeit ist aber noch lang.

Gruß
roemer70

leser
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Beitrag von leser » 02.05.2013, 00:43

ich seh schon, das Spiel war zu langweilig

Im Finale wird sich das ändern (nicht wahr KKA ;) )

Poet
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Beitrag von Poet » 02.05.2013, 10:58

roemer70 hat geschrieben:aus dem großen Topf hat Poet wohl die kräftigeren Schlucke bekommen, meine Erhöhungen der letzten Jahre waren sehr überschaubar. :wink: Aber Grund zur Beschwerde sehe ich auch bei mir nicht - ich bin zufrieden.
@roemer70: Scherzkeks, meine Äußerung bezog sich auf die Relation zu den Lohnsteigerungsraten zu OttoNormalVerbraucher... :D

Was jemand "verdient" ist sehr subjektiv. Aus Sicht des Subjektes ist die Antwort immer eindeutig...*lach*

roemer70
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Beitrag von roemer70 » 02.05.2013, 20:45

@ leser: Langweilig war das Spiel nicht, aber ich übe mich im Multitasking. :wink:

Hat nun niemand einen Vorschlag für angemesse Vergütung der KK-Vorstände? Und Kriterien für deren Festsetzung?

broemmel
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Beitrag von broemmel » 02.05.2013, 20:50

Nein, aber egal was Vorstände am Ende bekommen, es ist zu viel.

Aber man will nicht meckern :)

Und Poet hat dir Erhöhungen bekommen :)

roemer70
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Beitrag von roemer70 » 02.05.2013, 20:55

broemmel hat geschrieben:Und Poet hat dir Erhöhungen bekommen :)
Ach, Deine auch? Ich suche meine nämlich noch. :wink: :lol:

Poet
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Beitrag von Poet » 02.05.2013, 21:19

@roemer70 & broemmel: Ihr beide seid als Hausmeister über eine Zeitarbeitsfirma bei der BKK für Nylonstrumpfstricker angestellt, da habt Ihr an den Tariferhöhungen nicht teilgenommen.

Das korrekte Gehalt für Vorstände errechnet sich wie folgt:

a = ³Ö ((V * 12) / Ö 2) + 12 (a * b * c)

Ach ja: Punktrechnung geht vor Strichrechnung!

KKA
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Beitrag von KKA » 02.05.2013, 22:21

roemer70 hat geschrieben: Hat nun niemand einen Vorschlag für angemesse Vergütung der KK-Vorstände? Und Kriterien für deren Festsetzung?
Gegenfrage: Wie kalkulierst du eine d.E. angemessene Vergütung für Kassenvorstände? Deine Antwort wird kein greifbares Ergebnis beinhalten, genau so wenig, wie meine Antwort auf Deine Frage, wenn ich denn eine hätte. Ich könnte ebenso fragen, ob ein Herr Winterkorn mit € 14,5 Millionen zuviel/zuwenig 'verdient' und welche Kriterien einer angemessenen Bezahlung zu Grunde liegen. Das exorbitante 'Manager-Gehälter', die allgegenwärtige Gier und die laxe Politik früher oder später zum gesellschaftlichen Problem werden, steht für mich außer Frage.

Fakt bleibt, ich wiederhole mich gerne, der prozentuale Anstieg ist keinesfalls gerechtfertigt.

Gruss
KKA

broemmel
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Beitrag von broemmel » 02.05.2013, 22:40

Falsche Rechnung. Wenn bisheriges Gehalt plus bsp 18 % als Endergebnis das angemessene Gehalt ergibt ist die Erhöhung ok.

Bei Deiner Rechnung kommt nur “meckern“ raus.

Da ist die Poet Formal eher gerechtfertigt. Wobei da noch der Klimafaktor fehlt. :)

Paule0815
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Beitrag von Paule0815 » 03.05.2013, 00:01

[quote="Poet"]@roemer70 & broemmel: Ihr beide seid als Hausmeister über eine Zeitarbeitsfirma bei der BKK für Nylonstrumpfstricker angestellt, da habt Ihr an den Tariferhöhungen nicht teilgenommen.

Das korrekte Gehalt für Vorstände errechnet sich wie folgt:

a = ³Ö ((V * 12) / Ö 2) + 12 (a * b * c)

Ach ja: Punktrechnung geht vor Strichrechnung![/quote]

Schöne Grüße an den Vorstand Herrn Tetraeder :roll:

roemer70
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Beitrag von roemer70 » 03.05.2013, 00:02

Sind 20.000 € im Monat für ein Vorstandsmitglied einer KK mit weit über 10.000 Mitarbeitern und etlichen Milliarden € Umsatz pro Jahr zuviel? Vor allem, wenn man die Arbeitszeiten bedenkt (die übersteigen die Wochenarbeitszeit von ONV nämlich auch weit).
Ich sage nein.
Und ich bitte jeden, der "ja" sagt, geeignete Kräfte für eine in seinen Augen angemessene Vergütung zu suchen.

Zum Thema "exorbitante Managergehälter": Ich halte die Verknüpfung von Boni und kurzfristigen Zielen für falsch. Aber was spricht dagegen, langfristigen Erfolg eines Betriebes (im Sinne von wirtschaftlich erfolgreich, sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätzen etc.) auch mit hohen Summen zu belohnen? Ob das jetzt 10 Millionen sein müssen, oder nicht auch schon 1 mehr als ausreichend ist, sei dahin gestellt. Als "Gier-Manager" müssten die Personen sich wahrscheinlich in jedem Fall titulieren lassen... Das sind letztlich aber auch ganz andere Dimensionen als bei den Kassen.

Und wie broemmel und ich schon schrieben: Ist die Summe nach der Steigerung okay, ist es auch die Höhe der Steigerung.

Poet
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Beitrag von Poet » 03.05.2013, 11:42

Paule0815 hat geschrieben:Schöne Grüße an den Vorstand Herrn Tetraeder :roll:
@Paule0815:...mache ich, auch an seine 12 Quader im Schlepptau?

KKA
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Beitrag von KKA » 03.05.2013, 15:25

roemer70 hat geschrieben:......
Aber was spricht dagegen, langfristigen Erfolg eines Betriebes (im Sinne von wirtschaftlich erfolgreich, sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätzen etc.) auch mit hohen Summen zu belohnen?
Genau, Roemer, 'gut' bezahlte Arbeitsplätze. Was ist 'gut bezahlt'? Relativ, nicht wahr...Eine Endlosdiskussion. Andere (Endlosdiskussions-) frage: Wieviel (Luxus) braucht ein Mensch zum Leben? Ich denke diese Frage wird in absehbarer Zeit mehr an Gewicht gewinnen. Zu recht!
Und wie broemmel und ich schon schrieben: Ist die Summe nach der Steigerung okay, ist es auch die Höhe der Steigerung.
Diese Schlussfolgerung ist, mit Verlaub, tüdelkram, die Katze beißt sich hier in den Schwanz. Deiner und broemmels Logik folgernd, setzt ihr voraus, dass die Summe X vor der Anhebung um den Prozentsatz der Steigerung in die Kategorie 'unterbezahlt' zu fallen hat. Merkwürdige Logik...

Im Übrigen, broemmel, ich 'mecker' nicht, ich diskutiere, so, wie wir es hier eigentlich gewohnt sind...mit gewissen Ausnahmen, versteht sich..

Gruss
KKA

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